Mal wieder über die Hörner

Ein Klassiker unter den Allgäuer Bike-Touren, u. a. auch beschrieben in Carsten Schymiks brandneuem Buch „Biken Allgäu und Tannheimer Tal“ ist eine Runde über die Hörnergruppe: Ofterschwanger Horn, Rangiswanger Horn und Riedberger Horn. Heuer noch gar nicht gefahren, da wurde es Zeit. Outdoorfreak Ultraknilch, mittlerweile auch vom Bike-Virus infiziert, schloss sich an und bei frischen 11 Grad und Kaiserwetter ging es heute morgen um 8 Uhr los. Spätestens ab Hüttenberg wurde es dann aber flauschig warm, denn der Anstieg zum Allgäuer Berghof hatte stellenweise gefühlte 30%. Nach einer Umrundung des Ofterschwanger Horns rollten wir über die Geißrücken Alpe hinunter ins einsame Ostertal und von dort durch zusammengerottete Kuhherden hindurch hinauf zum Rangiswanger Sattel, bis auf die letzten 10 Meter alles fahrend. 🙂

Musik: ODreamer  – Ijen Part 2

Der Höhenweg zum Weiherkopf und der anschließende Panoramaweg zum Berghaus Schwaben waren dann wie befürchtet stark mit aus der Hörnerbahn ausgeworfenem Fußvolk durchsetzt, deshalb schnell weiter zum Sattel am Riedberger Horn und von dort hinunter zum Skiparadies Grasgehren. Den Trail um den Piesenkopf nahmen wir natürlich auch noch mit und von der Dinjörgen Alpe rauschten wir durch das Lochbachtal zum Hirschsprung. Nach Hause ging es dann über ein paar Trails im Tal und den Illerradweg.

5:59h  |  111km  |  2.231hm    Sportics.net Aktivität

Ischgl Ironbike 2012

Der höchstdotierte Mountainbike-Marathon Europas. Na ja, das war natürlich nicht der Grund, hier heute an den Start zu gehen. Eher schon das hochalpine Gelände und der von Bike-Legende Hans Rey geshapte Vellil-Trail auf der letzten Abfahrt. Los ging es allerdings recht zäh, da alle drei Strecken (27/48/79km) gleichzeitig starteten, ich natürlich ziemlich weit hinten stand und man auf den ersten Kilometern kaum überholen konnte. Vielleicht sollte der Veranstalter zumindest die Kurzstreckler später starten lassen. Nach der Abzweigung der beiden langen Strecken bei der ersten Durchfahrt in Ischgl gab es dann freie Fahrt, wobei meine Geschwindigkeit auf dem folgenden, über 1.100hm langen Anstieg hinauf zur Idalpe nur knapp über Fußgängertempo lag…

Musik: Audiosport – The One

Von dem höchsten Punkt, der Vellilscharte auf 2.585m mit eindrucksvollem hochalpinen Panorama, ging es dann genauso viele Höhenmeter bergab. Zunächst auf dem ewig langen Vellil-Trail mit ein paar Steilkurven und Sprüngen, die ich natürlich umfahren habe, vielen nicht allzu engen Kehren und einigem an Geröll. An sich einfach und sogar für mich durchgehend zu fahren. Eine kleine Unaufmerksamkeit bescherte mir allerdings einen seitlichen Abroller. Zum Glück hat ’s niemand gesehen. Der Trail mündet in eine Forststraße, die mit ein paar Serpentinen bis hinunter nach Ischgl führt. Dort haben die Organisatoren dann noch ein kleines Schmankerl eingebaut: Es geht durch einen langen Dorftunnel, wo man zwischen zwei Rolltreppen hindurchkurbelt. Nach 3:18h war ich schließlich im Ziel. Gesamt 91. von 310 Startern auf der 49km-Runde und 38. und Ältester in der 20 Jahrgänge umfassenden „Masters“-Klasse. Nächstes Jahr darf ich dort dann als „Grandmaster“ starten. 🙂

3:18h  | 48km  |  2.027hm    Sportics.net Aktivität