6. Stöckle-Rennen 2012

Eine der zahlreichen Radsportveranstaltungen der Stadt Sonthofen im Allgäu ist das Stöckle-Rennen, ein Uphill-Sprint für MTBs, Rennräder und heuer zum ersten Mal Skiroller. Auf knapp 6km gilt es von Sonthofen hinauf zum 1.325m hoch gelegenen Bildstöckle knapp 600hm zu bewältigen. Die Wertung erfolgt gesondert, der Streckenverlauf trennt sich zwischenzeitlich und führt die Schmal- und die Stollenbereiften 2km vor dem Ziel wieder zusammen. In einem relativ kleinem aber feinem Starterfeld trat ich dort gestern bei Kaiserwetter und angenehm spätsommerlichen Temperaturen in der Mountainbike-Wertung an.

Direkt am Start ging es eine 14%ige Steigung hinauf, so dass sich der Puls gleich mal an der Obergrenze einpendeln konnte. Erholungsmöglichkeiten gab es danach trotz zweier kleiner Abfahrten kaum, aber die traumhafte Aussicht auf den freien Streckenabschnitten entschädigte für die Strapazen. Als besonders garstig präsentierten sich 2 schottrige Rampen im Wald nach der Streckenteilung. Während ich bei der ersten auf dem letzten Ritzel noch im Sattel bleiben konnte, waren dann an der zweiten einige Schiebemeter angesagt. So manch Rennradfahrer hatte mit den knackigen Steigungen auch ganz schön zu kämpfen. Zu klein gekettet und es wurde hinten raus richtig hart. 33:01 Minuten standen dann im Ziel bei mir auf der Uhr. Platz 6 in der AK2. Erfolgreichstes Team war übrigens der RSC AUTO BROSCH Kempten mit 4 Klassensiegen und 5 weiteren Stockerl-plätzen. 🙂 Eine schöne Veranstaltung, bei der ich nächstes Jahr gerne wieder dabei bin.

8. Ehrenberg Burgenrennen

MTB-Uphill-Rennen sind ja eigentlich nichts für dicke alte Männer, aber nachdem mir ein Teamkollege versicherte, dass die Strecke „überhaupt nicht steil“ sei und sich die nackten Zahlen in der Ausschreibung (8km, 450hm) auch nicht ganz so schlimm lasen wie so manch anderes Bergrennen in der Umgebung, war ich heute beim 8. Ehrenberg Burgenrennen am Start. Überwiegend auf Forststrassen mit wechselnder Steigung, einigen Kehren und Flachpassagen zwischendurch ging es bei Kaiserwetter von Ehenbichl hinauf zur Burgruine Ehrenberg, einer der ältersten Festungsanlagen im nördlichen Tiroler Voralpenland, die im Übrigen absolut sehenswert ist.

Musik: 2 Inventions – Sweet Salsa

Richtig steil war es tatsächlich nicht: Gefahren bin ich nur auf dem großen und mittleren Kettenblatt, allerdings permanent am Anschlag mit einem Durchschnittspuls von 175. Gefühlt war das Rennen anstrengender als ein 4-Stunden Marathon. Trotzdem hat es Spass gemacht und mit dem Ergebnis war ich auch zufrieden. Nach 29:31min und  6 Minuten hinter dem Tagesschnellsten, dem Tiroler Bergmeister Frank Kerber vom Team GAZI Radhaus, kam ich als 7. der AK2 ins Ziel. Ein großes Lob gebührt dem Radclub Reutte, der mit großem Engagement eine sehr gut organisierte Veranstaltung auf die Beine gestellt hat und dem zu wünschen ist, dass er im nächsten Jahr die angestrebte  Teilnehmerzahl von 200 erreicht.