2. Kemptener AUTO BROSCH Bike Marathon

Heute fand die zweite Austragung unseres Heimrennens statt, mit noch schönerer Streckenführung, noch besserem Wetter und noch mehr Teilnehmern (über 700) als im letzten Jahr. Wieder nahm ich mir die Langdistanz (78km, 1440hm) vor und wie gewohnt wurde von Beginn an kräftig am Hahn gedreht = Pulsmesser am Anschlag auf den ersten 15km. Bis zur Verpflegungsstelle in Hauptmannsgreuth hatte sich das Feld dann gut in die Länge gezogen und in kleinen Gruppen konnte ich mich etwas erholen.

Musik: Pantera Negra – Eureka

In der zweiten Runde brannten die Oberschenkel bergauf aber schon ganz schön. Abgelegt hab ich mich natürlich auch wieder: ein nasser Ast sorgte für eine  exorbitante Querbeschleunigung des Vorderrads. Ist aber nichts weiter passiert und nach 3:03h kam ich als Gesamt 45. und 16. in der Master 1 (bei uns galt die UCI-Altersklasseneinteilung) ins Ziel. Dank dreier sensationell schneller Teamkollegen vom RSC AUTO BROSCH Kempten durfte ich sogar wieder aufs Podium: Platz 1 in der Teamwertung. 🙂

5. MTB Event in Veringendorf

Gestern ging es mit drei Teamkollegen des RSC AUTO BROSCH Kempten zum ersten Saisonrennen über 55km und 1.230hm in das kleine Veringendorf am Fuß der Schwäbischen Alb. Die Tage zuvor hatte es ordentlich Niederschläge gegeben und am Start herrschten mit 7 Grad und Nieselregen nicht gerade meine Lieblingsbedingungen. Dementsprechend rutschig war die an sich schöne Strecke mit über einem Dutzend Auf- und Abfahrten auf Forst-, Wald- und Wiesenwegen und ein paar einfachen Trails dann auch. Mein neues 29″ Bike kam mit den widrigen Bedingungen aber super zurecht und obwohl ich am Start mal wieder ziemlich weit hinten stand, lief es am Anfang ganz gut. Am Ende der Einführungsrunde konnte ich bergab zu Teamkollegen Julian aufschließen, der mir dann aber bald mit jugendlicher Frische bergauf davon zog.
Nach km 18 dann der Super-GAU: bei einem Blick nach unten verabschiedete sich meine rechte Kontaktlinse. Also noch 35km einäugig mit verdreckter Brille durch unbekanntes und tiefes Geläuf eiern. Zwangsläufig verlor ich dann in den Abfahrten immer wieder meine Gruppen und einmal nahm ich auch eine kleine Schlammbodenprobe. Letztendlich kam ich dann aber nach 2:19h als gesamt 41. doch noch heil im Ziel an, zwar gute 22 Minuten hinter dem Sieger und Deutschen Meister Markus Kaufmann, aber überraschend auf dem 2. Platz der Masters 2 Altersklasse.
Ein Lob muss man dem veranstaltenden TV Veringendorf machen, der von den 400 Dorfbewohnern sage und schreibe 200 als Helfer für das Rennen auf die Beine stellte und nachdem sich abzeichnete, dass ein Gartenschlauch für die Bikewäsche nicht ausreichte, flugs ein paar C-Schläuche von der Freiwilligen Feuerwehr ausrollen lies. „Kommet nägschtes Joar wiedr“ bat der Moderator es bei der Siegerehrung, und dem Wunsch werden wir gerne nachkommen.

Musik: Agnia – Heart is broken