10. MTB-Marathon Pfronten

Nach meiner Premiere im letzten Jahr fuhr ich gestern wiederum beim Pfrontener MTB-Marathon die Langstrecke. Start- und Zielbereich wurden ins Dorfzentrum verlegt und die Anfahrt zur ersten Breitenbergauffahrt verlief neu über einen Wiesenpfad, der erstmal für einen kleinen Stau und verschlammte Schuhe sorgte. Die Schotterpiste im oberen Teil des Breitenbergs zwang die meisten Mitstreiter aus dem Sattel. Mir gelang es, bis auf ca. 100 Meter alles zu fahren, ein Kraftakt aus übertriebem Stolz, den ich später noch büßen sollte. Spätestens bei der Auffahrt zum Edelsberg, die von der Kappler Alp wieder mit 70er und 80er Jahre Hardrock beschallt wurde, floß dann in der Mittagshitze der Schweiß aus allen Poren. Ein kleines Schneefeld galt es auch noch zu queren, ansonsten war die Strecke in einwandfreiem Zustand. In einer Abfahrt im Vilstal erlebten wir dann noch eine „tierische“ Schrecksekunde, denn eine Herde Schumpen wurden von einem 10-jährigen Hirten und Streckenposten mehr aufgeregt als beruhigt und galoppierte kreuz und quer über die Fahrstraße.

Musik: Dteix – Rock on rock off

Beim Einstieg in die Auffahrt zum Himmelreich musste ich dann den Preis für das Gewürge am Breitenberg und das Tempogebolze im Vilstal zahlen: Krämpfe links und rechts im Oberschenkel und noch standen über 1.000hm an. Also langsam weiter treten und hoffen, dass sich die Muskeln entspannen. Trotzdem holten wird schon zu Beginn des Anstiegs die ersten (schiebenden) Mittelstreckler ein. An der letzten Verpflegungsstation im Steinnachtal lies ich dann nochmal beide Flaschen auffüllen und blieb auf der zweiten Breitenbergauffahrt bis kurz vor dem höchsten Punkt, wo ich zum Teamkollegen „Staubi“ aufschloss, von weiteren Krämpfen verschont. Doch dann kamen sie wieder, insbesondere im rechten  Oberschenkel, was die Rechtsserpentinen in der letzten Abfahrt etwas schmerzhaft gestaltete. Nach 4:18h Fahrzeit, 74km und 2.740hm schaffte ich es dann doch noch als Gesamt 65. und 16. in der Altersklasse der 40 – 49-jährigen ins Ziel.

1. Pitztal MTB Marathon

Nachdem der Tegernsee Marathon letzten Sonntag buchstäblich ins Wasser gefallen war, meldete ich mich Anfang der Woche kurzerhand für den 1. Pitztal MTB-Marathon in Wenns/Tirol an und erwartete lange Anstiege und schnelle Abfahrten in einer schönen Berglandschaft bei Sonnenschein. Fast so kam es dann auch. Am Tag vor dem Rennen stellte der Veranstalter noch ein paar Trail-Videos von der Strecke ins Netz, die schon nichts Gutes verhießen. Am Start erzählte uns dann ein Einheimischer: „Da san scho a boa Trails drinne, aber alle leicht zum foarn.“. Naja, das war wohl der amtierende österreichische Staatsmeister im Downhill, denn so viel bergab geschoben hab ich glaube ich noch nie. Und das, obwohl ich viele Stellen gefahren bin, die ich alleine im Wald wohl sonst nicht fahren würde. Aber trotzdem: Wurzel, Felsen, Geröll, Sumpf und nasse Bretter in z. T. beachtenswertem Gefälle forderten diverse Geheinlagen, bei denen das Bike mehr als hinderlich war. Das kostete natürlich viel Zeit. Dummerweise war die einzige Verpflegungsstelle nicht sehr großzügig mit Flüssigkeit ausgestattet, so dass ich die letzten 20km „trocken“ fahren musste. Egal, denn zum Schluß ging es nach dem Highlight, der 94 Meter über dem Grund baumelnden „Benni-Raich-Hängebrücke“ unspektakulär nur noch ein bisschen auf und ab bis ins Ziel. Nach 4:05h Fahr- bzw. Gehzeit, 49km und 2.849hm wurde ich dann in der höchsten Altersklasse tatsächlich noch Zweiter. Von zwei Klassierten allerdings…

Musik: Piotr Berner – Night of the Comet

Für die erste Austragung war die Veranstaltung ganz gut organisiert. Streckenausschilderung und -absperrung waren perfekt und das Startgeld mit 20,- € günstig. Für eine Breitensportveranstaltung erscheinen mir die Abfahrten allerdings etwas zu anspruchsvoll. Vielleicht war das auch der Grund dafür, warum insgesamt nur 87 Fahrer am Start waren, von denen nur 69 ins Ziel kamen.