11. MTB Marathon Pfronten

Zweites Saisonrennen 2014 und gleich mal großspurig für die Extremstrecke über 76km und 2.700hm angemeldet. Soviel Höhenmeter bin ich heuer noch nie an einem Tag gefahren und dementsprechend hieß die Devise: verhalten starten, um auf jeden Fall das Krampfchaos vom letzten Jahr zu vermeiden. Klappte zunächst ganz gut, nur ging die erste halbe Stunde Geschwindigkeit niedrig mit Puls zu hoch einher.

breitenberg-up

Die letzte Schotter-Rampe am Breitenberg musste auch ich dann auch irgendwann schieben, so wie alle anderen in meinem Sichtbereich, aber danach rollte es eigentlich ganz gut. Ausweislich der wirklich nützlichen STRAVA-Auswertungen war ich bergauf auch durchweg etwas schneller als letztes Jahr. Aber genau wie letztes Jahr setzten pünktlich zu Beginn der dritten Auffahrt zum Himmelreich Krämpfe links und rechts im Oberschenkel ein. Eigentlich unverständlich: es war lange nicht so heiß wie im letzten Jahr, ich hatte genug (?) getrunken und mich kräftemäßig zuvor zurückgehalten. Wahrscheinlich lag es doch daran, dass ich in den letzten Monaten Belastungen dieser Art nicht trainieren konnte. Egal, den Mitstreitern in meiner Umgebung ging es nicht besser und auf den letzten beiden Anstiegen konnte ich trotz allem noch einige Kollegen einsammeln und wurde selber nicht überholt. Stimmt nicht ganz: irgendwann vernahm ich ein verdächtiges surrendes Geräusch, das sich schnell von hinten näherte und in Form eines Touren-E-Bikes vorbeizog. Der Fahrer bzw. Draufsitzer hatte sichtlich Freude daran, durch die ganzen schiebenden und auf dem letzten Ritzel kämpfenden Biker zu pflügen. Tolle Aktion, sich ausgerechnet den Berg auszusuchen, den sich gleichzeitig 1.100 Biker mit Muskelkraft hinaufkämpfen.

breitenberg-down

Die Schlußabfahrt vom Breitenberg überforderte wieder einmal einige der eingeholten Fahrer(innen) von der Mittel- und Kurzstrecke. Schrittgeschwindigkeit auf steilen Schotterpisten ist einfach zu langsam und zu gefährlich. Mehrfach musste ich Gestürzte fragen, ob sie Hilfe brauchen. War nicht weiter schlimm, aber manche taten mir schon leid, wie sie hilflos über das Geröll rutschten. Im Ziel standen schließlich 4:19h auf meinem Tacho (4:23:49h brutto) und damit war ich (bei geänderter Zielführung) satte 3 Sekunden schneller als letztes Jahr. Reichte für Platz 7 in der AK3 und Platz 89 gesamt.

Veröffentlicht von

bbbaschtl

fährt Rennrad und Mountainbike im Allgäu

Ein Gedanke zu “11. MTB Marathon Pfronten”

  1. Gratulation und Dank für den schönen Bericht! Irgendwie scheint Pfronten krampffördernd zu sein. Mich hat’s erst in den Serpentinen am Breitenberg erwischt, aber nen Mannschaftskollegen auch am Breitenberg. Glaube das liegt auch an den Steigungsprozenten. Locker Kurbeln ist da nicht mehr möglich.
    Wie schnell fährst du denn die Schotterstücke? Bin da ja auch eher langsam, wenn auch nicht Schrittgeschwindigkeit… Aber laufen lassen fände ich da auch riskant

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