Dauertest CUBE CROSS RACE C:62 SLT 2018

Neues Bike im Dauertest: Passend zur Jahreszeit hat sich ein 2018er Cross-Bike CUBE CROSS RACE C:62 SLT eingefunden. Abgesehen von der Lackierung im Wesentlichen identisch mit dem 2019er Modell, insbesondere wurden die Laufräder nach dem Newmen-Rückruf durch die neuen R.38 Carbon Laufräder ersetzt. In der Rahmenhöhe 56 wiegt das Stollen-Geschoss in der Serien-Auslieferung mit 11-32 Ultegra Kassette ohne Pedale exakt 8.0kg, ein Top-Wert für ein Cross-Rad mit Scheibenbremsen und Di2-Schaltung. Bei den ersten beiden Ausfahrten macht sich das geringe Gewicht beim Beschleunigen und bergauf deutlich positiv bemerkbar. Gleichzeitig federt das Bike spürbar mehr als mein altes Alu-Cross-Rad. Die Standard-Cassette 11-28 hab ich bei meinem freundlichen Händler Wildrad in Wildpoldsried gegen eine 11-32 Kassette tauschen lassen, aber trotzdem ist die kleinste Übersetzung von 36-32 durchaus sportlich. Kurze Rampen kann man damit schon hochdrücken, längere Anstiege auf Schotter oder anderem nicht-asphaltiertem Untergrund erfordern aber eine solide Druckentfaltung im Oberschenkel. Letztendlich muss man seine Trainings-Strecken halt anpassen: Längere Steigungen mit 10 Prozent aufwärts auf unbefestigtem Untergrund sind nicht fahrbar, aber dafür rollt das Rad auch abseits befestigter Wege fast so schnell wie ein Rennrad. Insbesondere im Herbst/Frühjahr bei Kälte, Wind, nassem Laub, Split etc. das optimale Gefährt. 🙂

Wood Trails

Im Herbst steigen die Tourenfahrer des RSC AUTO BROSCH Kempten bei ihren wöchentlichen Samstagsausfahrten traditionell vom Rennrad auf das Mountainbike um, denn der Herbst ist die schönste Zeit zum Biken im Allgäu. „Wood Trails“ lautete das Motto für die Tour am 20.10.18. zu der sich trotz zunächst dichtem Frühnebel und einstelligen Temperaturen 11 RSCler aller Altersklassen eingefunden hatten. Und sie wurden nicht enttäuscht: Guide Walter packte auf der Tour über Durach, Oberzollhaus, Schwarzenberger Weiher, Oy-Mittelberg, Gerats, Riedis und Sulzberg den höchstmöglichen Singletrail-Anteil aus und nach gut einer Stunde Fahrzeit war auch die Sonne unser ständiger Begleiter. Fester Bestandteil der RSC-Samstagstouren ist eine zünftige Einkehr, diesmal im Cafestüberl in Holz (daher die Bezeichnung „Wood Trails“) oberhalb von Petersthal, zu der sich noch die „RSC-Rentner-Gang“ gesellte, pensionierte Radsportler mit WorldTour-Jahreskilometerleistungen unter Leitung des RSC-Präsidenten. Lustig war ’s und auch die Weiterfahrt verlief unerwartet sturzfrei. Bemerkenswert war das homogene Tempo in der Truppe: Alle hatten Spaß und niemand wurde überfordert. 🙂

Geht ’s noch?

Normalerweise habe ich als Radfahrer kein Problem mit Kraftfahrern im Allgäu. Der Verkehr auf meinen Trainings-Strecken ist meist gering und man hat es nicht eilig. Aber heute hatte ich auf einer knapp 3-stündigen Rennrad-Runde gleich viermal Glück, nicht vom Rad gefahren zu werden. Was ist hier los? Wo ist das Problem, die Verkehrszeichen zu beachten? Wo ist das Problem, die Vorfahrt des Gegenverkehrs beim Abbiegen zu beachten? Wo ist das Problem, den Sicherheitsabstand beim Überholen zu beachten? Wo ist das Problem rechts vor links zu beachten? Wo ist das Problem, als Verkehrsteilnehmer aufmerksam zu sein und Rücksicht zu nehmen?