Radtourenvorschläge ab Kempten

Kempten und das Allgäu mit dem Rad entdecken: die Tourist Information Kempten hat 21 Radtouren-vorschläge mit Start und Ziel in Kempten heraus-gebracht. Die Touren sind in einem Infobooklet mit Streckenplan, Wegbeschaffenheit, Höhenmetern und Kilometern näher beschrieben. Es enthält eine Tourenübersicht und lädt ein, nach dem Radeln oder an einem „Ruhetag“ Kempten zu entdecken. Die dazugehörige Radkarte beinhaltet nicht nur die Touren, sondern auch einen Stadtplan von Kempten mit den 4 Startpunkten. Die Radkarte mit dem Info-booklet gibt es für 6,90 Euro in der Tourist Information Kempten. Alternativ kann man sich die Touren auf einer digitalen Karte ansehen, aus-drucken oder auf ein GPS-Gerät runterladen.
Einen Teil der Tourenvorschläge durfte ich letztes Jahr ausarbeiten, nachdem die Stadt Kempten deswegen den RSC Kempten um Mithilfe gebeten hat. Attraktiv und informativ aufbereitet wurden die Touren durch die Allgäuer Firma ALPSTEIN, die unter outdooractive.com eine eigenes Outdoor-Portal betreibt und schon eine Vielzahl regionaler Tourenangebote erstellt hat. Wer mit dem Rad Urlaub in Kempten macht, sollte sich die Tourenvorschläge, die zum Teil für Rennräder und zum Teil für Mountainbikes bzw. Trekkingbikes geeignet sind, unbedingt anschauen.

Rennradtouren Allgäu und Bodensee

So lautet der Titel des neuen Buchs von Werner Müller-Schell, einem aktiven Radsportler, der schon einige Radsportbücher veröffentlicht hat. Sein jüngstes Werk beschreibt „Die schönsten Nebenstrecken für Renn-radler“ im Allgäu unter dem Motto: „Von Kurven, Kühen und Käse“.
Wir hatten bei der Vorbereitung Kontakt und ich habe ihm ein paar Tourentipps gegeben. Umso ge-spannter war ich, als ich nun vor ein paar Tagen eine druckfrische Ausgabe des Buches zugeschickt bekam. Und um es vorweg zu sagen: Das ist die neue Referenz in Sachen Rennradfahren im Allgäu. 🙂
Auf 140 Seiten hat der Autor 25 Touren mit unterschiedlichem Charakter und Schwierigkeitsgrad zusammengestellt und dabei das gesamte Ober-, Unter-, Ost- und Westallgäu abgedeckt, einschließlich dem angrenzenden Tannheimer Tal, dem Kleinwalsertal und dem nordöstlichen Teil des Bodenseeraums. Zu jeder Tour gibt es eine ausführliche Beschreibung mit Streckendaten, Kartenausschnitt und Höhenprofil. Garniert wird das Ganze mit Einkehr- und Unterkunftsverweisen, vielen schönen Bildern und nett aufbereiteten, geschichtlichen und kulturellen Hintergrundinformationen. Die Routenwahl ist gelungen, alle Highlights des Allgäus sind enthalten und die Touren verlaufen überwiegend tatsächlich auf Nebenstrassen.
Gut gefallen haben mir auch die zahlreichen Verweise auf lokale Radsport-veranstaltungen. Selbst der Stoppomat am Höchsten findet Erwähnung. Und auch an manch anderen Stellen blitzt der Bezug des Autors zum Radrennsport auf. So finden sich einige lokale Radsportgrößen im Buch: von Ex-Profi Sebastian Siedler über die Nationalfahrerin Lisa Brennauer bis zum Tiroler Shooting-Star Christian Haas.
Fazit: Wer zum Rennradfahren ins Allgäu kommt, sollte sich das Buch unbedingt vorher anschauen. Und auch als Einheimischer kann man sich noch die eine oder andere Anregung holen. Das Buch ist im Bruckmann Verlag erschienen und kostet 19,95 €.

Gleiten statt Schmieren

So lautet das Motto eines neuen Kettenschmierstoffs, den die Fa. DryFluids aus dem brandenburgischen Teltow entwickelt und mir freundlicherweise zum Testen zur Verfügung gestellt hat. Mit nicht ölenden, nicht fettenden und silikonfreien Inhaltsstoffen aus der Luft- und Raumfahrttechnik sollen durch die Verwendung von Trockenpartikeln weder Staub noch Schmutz gebunden und die weltweit niedrigsten Gleitkoeffizienten erreicht werden.
Hört sich gut an, insbesondere für schmutz- und staubanfällige MTB-Ketten. Bislang hatte ich meine Ketten immer vor jeder Fahrt trocken gesäubert und neu eingeölt. Anders die DryFluid Anwendungshinweise: Die Kette sollte vor der Anwendung von DryFluid so sauber wie möglich sein. Das Fluid 1 mal dünn auftragen, 10-15 Minuten ablüften lassen und dann losfahren. Nach rund 50 Km die Anwendung mit wenig Fluid wiederholen. Ab dann einfach nur noch fahren und sich über die langanhaltende Wirkung mit geringster Staub- und Schmutzbindung freuen.
Genauso hab ich es gemacht und war gespannt auf das Ergebnis in der Praxis. Der Härtetest fand am bei der Streckenbesichtigung zum 1. AUTO BROSCH MTB-Marathon im Kemptener Wald statt. Nach 53km durch diverse feuchte und matschige Passagen war das (vorher frisch geputzte) Bike gut eingesaut, aber die Shimano HG93 Kette wies nur einen matten Belag auf, war optisch sauber und hat keinerlei Geräusche von sich gegeben.

Danach habe ich die Kette (ohne sie vorher zu reinigen) nochmal mit dem DryFluid behandelt, bin weitere knapp 40km gefahren und die Kette schnurrt nach wie vor.
Zwei Tage später der nächste Test mit anderem Bike und anderer Kette (SRAM 991): 63km über trockenes bis tiefes Geläuf und die Kette unterwegs bei km 50 nachbehandelt. Wiederum zwei Tage später mit dem selben Bike vormittags 77km mit anfangs Nieselregen und später Altschneefeldern gefahren und abends nochmal 31km vorwiegend auf trockenen Nadelwaldpfaden.  Tags darauf nochmal 30km offroad, am Schluß im Nieselregen und wieder einen Tag später 35km Trails, davon die Hälfte im Regen. Nach diesen insgesamt 236km sah die Antriebseinheit so aus:

Auch an dieser Kette ist kein grober Schmutz zu sehen und sie läuft bzw. gleitet einwandfrei. Die viermalige Anwendung hat den urspünglichen Füllstand des Fläschchens von ca. 65mm um ca. 5mm reduziert. Das Mittelchen ist also recht ergiebig und scheint wirklich was zu taugen. Probiert es am besten selbst aus. Den DryFluid High End Kettengleitstoff gibt es für 18,90 € (50ml) entweder beim Hersteller selbst oder im Fachhandel.

Update: Die MTB-Ketten habe ich jetzt nach heftigen Schlammeinheiten gereinigt und neu eingelassen. Die Rennradkette läuft auch mit DryFluid-Schmierung. Bis km 2.550 habe ich nach trockenen 885 km das erste Mal und nach 1.632 km das zweite Mal nachgepflegt. In diesen Abständen scheint es sich einzupegeln..