DM MTB Justiz 2014 in Rhens

kuehn-Rhens-2014-300Aller guten Dinge sind drei. Drittes Saisonrennen und diesmal ganz oben auf dem Treppchen gelandet. 🙂
Zum 6. Mal veranstaltete die SIG LABOR KOBLENZ im Rahmen des Rhein Hunsrück MTB Marathons am 22.06.2014 in Rhens bei Koblenz die Deutsche MTB-Meisterschaft für Justizangehörige. Wir durften in einer kleiner Gruppe von ca. 70 Mann gesondert auf der 50km-Strecke starten. Gleich zu Anfang setzten sich die amtierenden Senioren 1 und 2 Meister Mike Zucht (ASC 09 Dortmund) und Stefan Megele (VC Lechhausen) ab. Mir war vorher schon klar, dass ich deren Tempo nicht mitgehen kann und konzentrierte mich deshalb auf die Konkurrenten meiner Altersklasse in der ersten Verfolgergruppe. Das Tempo war mir jedoch schon bald zu lullig und da sich die Beine gut anfühlten, drehte ich zu Beginn des ersten Anstieg mal am Hahn, um zu sehen, wer was drauf hat. Der Titelverteidiger  der Senioren 3 Dietmar Zimmermann (RSC Cottbus Veloteam) konnte noch kurz folgen, musste dann aber reißen lassen und so begann ein 45 Kilometer langes MTB-Einzelzeitfahren. Zucht und Megele (der später wohl Defekt hatte und nicht ins Ziel kam) waren außer Sicht und von hinten kam auch nichts mehr. Dumm nur, dass ich die Strecke nicht kannte und manche Streckenposten noch nicht auf selbigem waren. Jedenfalls gab es einige Situationen, wo ich auf der Suche nach der nächsten Streckenmarkierung etwas unschlüssig dahinrollte. Abgelegt hab ich mich auch mal wieder: Eine Rechtskurve auf einer Wiesenabfahrt kam zu unverhofft. Bike blieb aber heile und dass ich mir dabei ganz schön Schulter und Rippen geprellt hatte, merkte ich zum Glück und dank Rennadrenalin erst später. Die Streckenführung kam mir recht entgegen: außer ein paar kurzen Rampen nur mäßig steile Anstiege und abgesehen von ein paar Spitzkehren technisch einfache und flowige Abfahrten. Fürs Auge gab es zwischendurch ein paar schöne Ausblicke auf den Rhein.

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Nach 2:21:21h kam ich schließlich zwar 12 Minuten hinter Mike Zucht als Rennzweiter aber dafür mit 16 Minuten Vorsprung auf Dietmar Zimmermann als schnellster Fahrer der Seniorenklasse 3 ins Ziel. Im Hauptrennen hätte meine Zeit trotz Alleinfahrt immerhin noch für Platz 3 in derselben Altersklasse gereicht. Bin also voll zufrieden. 🙂

11. MTB Marathon Pfronten

Zweites Saisonrennen 2014 und gleich mal großspurig für die Extremstrecke über 76km und 2.700hm angemeldet. Soviel Höhenmeter bin ich heuer noch nie an einem Tag gefahren und dementsprechend hieß die Devise: verhalten starten, um auf jeden Fall das Krampfchaos vom letzten Jahr zu vermeiden. Klappte zunächst ganz gut, nur ging die erste halbe Stunde Geschwindigkeit niedrig mit Puls zu hoch einher.

breitenberg-up

Die letzte Schotter-Rampe am Breitenberg musste auch ich dann auch irgendwann schieben, so wie alle anderen in meinem Sichtbereich, aber danach rollte es eigentlich ganz gut. Ausweislich der wirklich nützlichen STRAVA-Auswertungen war ich bergauf auch durchweg etwas schneller als letztes Jahr. Aber genau wie letztes Jahr setzten pünktlich zu Beginn der dritten Auffahrt zum Himmelreich Krämpfe links und rechts im Oberschenkel ein. Eigentlich unverständlich: es war lange nicht so heiß wie im letzten Jahr, ich hatte genug (?) getrunken und mich kräftemäßig zuvor zurückgehalten. Wahrscheinlich lag es doch daran, dass ich in den letzten Monaten Belastungen dieser Art nicht trainieren konnte. Egal, den Mitstreitern in meiner Umgebung ging es nicht besser und auf den letzten beiden Anstiegen konnte ich trotz allem noch einige Kollegen einsammeln und wurde selber nicht überholt. Stimmt nicht ganz: irgendwann vernahm ich ein verdächtiges surrendes Geräusch, das sich schnell von hinten näherte und in Form eines Touren-E-Bikes vorbeizog. Der Fahrer bzw. Draufsitzer hatte sichtlich Freude daran, durch die ganzen schiebenden und auf dem letzten Ritzel kämpfenden Biker zu pflügen. Tolle Aktion, sich ausgerechnet den Berg auszusuchen, den sich gleichzeitig 1.100 Biker mit Muskelkraft hinaufkämpfen.

breitenberg-down

Die Schlußabfahrt vom Breitenberg überforderte wieder einmal einige der eingeholten Fahrer(innen) von der Mittel- und Kurzstrecke. Schrittgeschwindigkeit auf steilen Schotterpisten ist einfach zu langsam und zu gefährlich. Mehrfach musste ich Gestürzte fragen, ob sie Hilfe brauchen. War nicht weiter schlimm, aber manche taten mir schon leid, wie sie hilflos über das Geröll rutschten. Im Ziel standen schließlich 4:19h auf meinem Tacho (4:23:49h brutto) und damit war ich (bei geänderter Zielführung) satte 3 Sekunden schneller als letztes Jahr. Reichte für Platz 7 in der AK3 und Platz 89 gesamt.

6. Marchtal Bike Marathon

marchtal2014streckeSpäter Saisonstart gestern beim 6. Marchtal Bike Marathon. Nachdem ich mich wochenlang mit einer Erkältung herumgeplagt hatte, nur auf der Mittelstrecke mit 54km und 1.000hm. Angesagt waren Sonne und 20 Grad, entsprechend übersichtlich wurde die Sporttasche gepackt. Seltsamerweise türmten sich schon bei der Anreise immer mehr schwarze Wolken über der Schwäbischen Alb auf und pünktlich zum Einfahren goß es in Strömen. Supi, keine Überschuhe dabei, Schuhe naß, A**** naß und noch keinen Meter im Rennen gefahren. Eigentlich hatte ich schon keine Lust mehr, überhaupt zu starten. Nachdem ich aber nicht der Einzige vom RSC AUTO BROSCH Kempten war, durfte ich nicht kneifen. Bei der Startaufstellung vor dem Kloster Obermarchtal hörte der Regen dann aber auf und es ließen sich sogar ein paar blaue Stellen am Himmel ausmachen. Die Strecke war zu Beginn gut feucht und in der hektischen Startphase gab es einige Wegrutscher in den ersten Kurven. Einem Panikbremser in horizontaler Querfahrt konnte ich gerade noch durch die Wiese ausweichen. Das Feld der rund 400 Starter hatte sich dann aber recht schnell sortiert und in einer 4 – 10 Mann/Frau starken Gruppe ging das Gebolze los. Abgesehen von ein paar Metern Wiese verlief der Kurs zu 90% auf Forstwegen mit vielen kurzen Anstiegen und Abfahrten und zahlreichen Kurven. Am schönsten war die Passage durch das Wolfstal, einer ca. 2km langen kleinen Schlucht mit einem engen, flachen Weglein und einigen nicht einsehbaren Kurven, die „zumachten“. Am Schluss waren wir zu fünft in einer Gruppe, darunter ein Konkurrent meiner Altersklasse und zwei junge Burschen, die sich schon auf den letzten Kilometern ständig sinnlos attackierten. Da ich wusste, dass die Entscheidung auf der ansteigenden Zielgerade fallen würde und ich noch ganz gute Beine hatte, sparte ich mir die Kräfte erfolgreich für den Schlusssprint auf. 🙂

marchtal2014podium

Letztendlich war das dann hinter dem unschlagbaren Walter Marquardt (RV Concordia Burggen – Sport Manhard) der 2. Platz von 67 bei den Senioren 2 und insgesamt Rang 28 von 361 Klassierten. Fahrzeit: 2:01:24h. Passt.

Leistungsdiagnostik

Braucht man als berufstätiger, hobbyradfahrender Familienvater in der zweiten Lebensabschnitthälfte eine Leistungsdiagnostik? Lange Zeit war ich der Meinung: Nö, Trainingspläne kann ich eh nicht einhalten und TdF-Sieger werde ich sowieso nicht mehr. Nun hab ich mich aber vor 3 Wochen doch zu einer „Großen Leistungsdiagnostik“ im neu eingerichteten Diagnosezentrum Kempten hinreißen lassen. Und ich kann nur sagen, es hat sich gelohnt. Abgesehen davon, dass ich im Rahmen einer Blutbildanalyse und eines allgemeinen Gesundheitschecks Gewissheit über meinen zufriedenstellenden Allgemeinzustand erhalten habe, hat die Rumpfdiagnostik Schwachstellen offenbart, die ich jetzt im f+p medical.fitness Zentrum gezielt bearbeiten kann. Ganz besonders interessant waren die Erkenntnisse aus einem 100/20 Stufentest (Start mit 100 Watt Widerstand und Steigerung um 20 Watt alle 3 Minuten).
Stufentest-AuswertungDie Freude durch die excellenten Werte im Ausdauerbereich wurde etwas durch die bescheidenen Werte im anaeroben Bereich getrübt. Letztendlich ist das Ergebnis aber nicht überraschend. Vereinfacht gesagt;  wer zu viel im GA1-Bereich fährt, hat Defizite im EB und SB-Bereich. Alles in allem war die Leistungsdiagnostik sehr aufschlußreich und und ich kann nur jedem, der halbwegs ambitioniert Sport betreibt empfehlen, sich einer solchen zu unterziehen.

X-BIONIC Experience Days

„Nichts ist ehrlicher als die eigene Erfahrung“. Unter diesem Motto stand eine zweitägige Veranstaltung des schweizerischen Sportbekleidungsherstellers X-BONIC, an der ich zusammen mit neun anderen Bloggerkollegen/innen am vergangenen Wochenende in Italien teilnahm. Mit dem Bike Engergizer Summerlight Shirt hatte ich vor kurzem ja bereits die Gelegenheit, ein Produkt der Firma zu testen und war sehr gespannt, mehr über deren innovative Technologien und Philosophie zu erfahren. trereDazu ging es am ersten Tag in die Produktionsstätten von Trere‘ Innovation  nach Asola, 30km südlich des Gardasees, denn die Firma entwickelt und produziert nicht in Fernost sondern in Europa.
Ursprünglich stand hier nur die kleine Halle einer italienischen Sockenstrickerei aus welcher X-BIONIC CEO und Chefentwickler Prof. Bodo W. Lambertz im Jahr 2000 mit neuen, patentierten Stütz- und Belüftungs-Technologieen die Fa. X-SOCKS formte. Heute befinden sich hier auf über 100.000qm mehrere Produktions- und Lagerhallen, ein Forschungs- und Entwicklungszentrum und ein modernes und futuristisch gestyltes Repräsentationsgebäude mit großem Showroom.
Die eigentliche Produktion ist kleiner als erwartet. X-BIONIC fertigt ihre Produkte grundsätzlich nicht wie die meisten anderen Hersteller aus Lycra sondern im Rundstrickverfahren. Einige Dutzend solcher Strickmaschinen stehen in mehreren Räumen und stellen aus verschiedensten Garnen „seamless“ Bekleidungsstücke her. Nur die Ärmel werden ggf. angenäht und die Sitzpolster der Rennhosen in eine entsprechende Aussparung eingenäht. Ansonsten kommen die Teile an einem Stück aus der Maschine. Das Verfahren ist wegen der verschiedenen eingearbeiteten 3D-Konstruktionen recht aufwändig. Ein Unterhemd dauert z. B. ca. 15 Minuten, bis es fertig gestrickt ist.
produktionDie Kerngeschäftsbereiche von X-BIONIC liegen im Bike, Run- Wintersport und Outdoorsektor. Daneben entwickelt die Firma aber auch Nischenprodukte wie z. B. Unterwäsche für Automobil- und Motorrad-rennfahrer. Allen Produkten gemeinsam ist der Grundgedanke, den Schweiß bei körperlicher Belastung nicht von der Haut abzuleiten und dadurch die körpereigene Temperatur-regulierung zu stören, sondern mit Hilfe der natürlichen Schweiß-produktion die Leistungsfähigkeit bei körperlicher Belastung zu erhalten und trotzdem in Ruhephasen ein Auskühlen zu verhindern. Dazu kommen zahlreiche weiter Kompressions-, Belüftungs- und Thermoregulierungs-Technologien, die je nach Einsatzzweck des Kleidungsstücks und Körperregion eingearbeitet sind.
Ob das alles nur leere Marketingversprechen sind, oder ob die Technologien tatsächlich funktionieren, durften wir am zweiten Tag selbst ausprobieren. Während Axel und Jörg (outdoorseite.de) mit Marylene und Hannes von X-BIONIC Outdoorbekleidung auf einem Klettersteig testeten, wurden Nadine (eiswuerfelimschuh.wordpress.com), Raphaela (rund-ums-rad.info), Markus (54elf.de), Ralph (racing-ralph.com), Stephan (www.bike-stefan.de), Thomas (www.läufer-blog.de), Rene (outdoor-spirit.de) und ich mit einem kompletten Bekleidungs-Testset und Bikes ausgestattet und starteten mit Local Mirco auf eine kleine Bikerunde über die Ponale hinauf nach Pregasina. Leider zeigte sich der Lago nicht von seiner besten Seite und viele Nebelwolken verdeckten uns die schönen Ausblicke auf den See. Der guten Stimmung tat das aber keinen Abbruch.

bovo

Wie schon am Vortag begleitete uns der X-BIONIC Vertriebsleiter für Italien Giuseppe Bovo auf der Tour. Er gewann 1990 den Ötztaler Radmarathon (nur 31 Plätze vor mir ;-)) und ist nach wie vor einer der stärksten Rennradfahrer seiner Altersklasse. Sicher kein Nachteil für die Firma, einen solch erfahrenen Top-Athleten in ihren Reihen zu haben.
Ob sie wegen ihm Eindruck schinden wollten? Thomas und Rene warfen sich auf dem Testride jedenfalls nicht nur ins Zeug sondern gleich so auf den Boden, dass sie nicht nur Erfahrung sondern auch noch eine Abschürfung bzw. einen Cut am Ellenbogen mit nach Hause nahmen. Ich selbst hielt mich lieber an das X-BIONIC Motto „Turn sweat into energy“ und zog das komplette Bekleidungsset an, obwohl es bei knapp 20 Grad für Arm- und Beinlinge sowie die Windweste eigentlich zu warm war. Wie gewünscht kam ich in der Auffahrt dann auch ordentlich ins schwitzen, aber auf der Abfahrt und in den Pausen blieb ich vom befürchteten Fröstel- oder Friereffekt tatsächlich verschont. Für eine abschließende Beurteilung war die Testrunde natürlich viel zu kurz, aber der erste Eindruck ist schon mal sehr positiv. Die Teile werden jetzt einem gründlichen Dauertest unterzogen.

Musik: Synthager – Mind away

Neben dieser Produkterfahrung hatten die Testtage noch einen weiteren nicht minder positiven Nebeneffekt: meine Bloggerkollegen/innen. Einige kannte ich virtuell schon recht gut, persönlich getroffen hatte ich aber noch keinen von ihnen. Und ausnahmslos entpuppten sie sich als sehr sympathische, interessante und witzige Zeitgenossen, mit denen es großen Spaß machte, die zwei Tage zu verbringen. Zu dieser tollen Stimmung trugen auch Marylene, Hannes und Giuseppe von X-BIONIC bei, die uns bestens betreuten, bereitwillig und geduldig alle Fragen beantworteten und mit ihrer angenehmen und offenen Art den Eindruck vermittelten, dass sie sehr gerne bei X-BIONIC arbeiten.

Das haben die Kollegen/innen geschrieben:
X-BIONIC Experience Days – ein erster Rückblick
X-Bionic – Experience Days in Italien
X-BIONIC Experience Days – Teil 1 – Die Anreise
X-BIONIC Experience Days – Teil 2 – Morgenlauf und Produktion
X-BIONIC Experience Days – Teil 3 – Gardasee und Test-Laufen
X-BIONIC Experience Days – Teil 4 – Morgenlauf und MTB-Tour mit Bekleidungstest
X-BIONIC Experience Days – Teil 5 – Abschluss und Abreise
X-BIONIC Experience Days 2013
X-BIONIC Experience Days in Italien
X-Bionic Experience Days – Am Anfang war die Socke…
X-BIONIC Blogeintrag