11. Auerberg MTB-Marathon

Das vierte Saisonrennen heute und das vierte Mal im Schlamm. Am Start sah es noch relativ gut aus, doch nach 5 Minuten begann es zu regnen und bald war alles kalt und nass. Die vielen Pfützen, Rinnsale und kleine Schlammseen sorgten dafür, dass alles knirschte: Antrieb, Bremsen, der Dreck zwischen den Zähnen und die Gelenke. Um so erstaunlicher, dass es bei mir mit der Zeit immer besser lief. Die Anfahrt zum Auerberg war noch ein bisschen zäh, aber die letzten 20km konnte ich noch ganz gut aufdrehen. Vielleicht wollte ich auch nur so schnell wie möglich ins Trockene. Letztendlich kam ich nach 64km in 2:34h ins Ziel, was für Platz 34 Gesamt und Platz 5 in der AK reichte. Aufs Podium durfte ich dann auch noch: Unter 33 Teams war der RSC AUTO BROSCH Kempten (wieder mal) die schnellste Mannschaft. 🙂

Musik: Dark Loris – Every Day

5. Marchtal Bike Marathon

Das dritte Saisonrennen heute und zum zweiten Mal ging es an den Fuß der Schwäbischen Alb, diesmal nach Obermarchtal mit Start und Ziel vor der malerischen Kulisse einer barocken Klosteranlage. Der Starkregen vom Vortag hatte die Strecke wieder mal gut eingefeuchtet und kurz nach dem Start begann es auch wieder leicht zu regnen, was aber dank moderater Temperaturen nicht weiter störte. Der Kurs verlief hauptsächlich über Wald-, Feld und Wiesenwege mit wenigen kurzen Trailabschnitten und war einfach zu fahren. Highlight: Der felsumsäumte Schluchtenweg durch das Wolfstal.

Ich fuhr die meiste Zeit in einer 5-Mann starken Gruppe, zu der sich auch Frau Elisabeth Brandau, die amtierende Deutsche Marathonmeisterin, gesellte. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an Gerd Mayr vom Team Voba RSV 06 Nattheim, der mich mit einem beherzten Schrei wieder auf Kurs brachte, als ich nach einem Trail etwas abgesetzt hatte und falsch abgebogen war. Nach 2:58h kam ich nach 73km und 1.340hm als gesamt 33. und 10. der AK Master 1 diesmal ohne Sturz im Ziel an und konnte mich nicht nur über meine Platzierung sondern auch über das gesamte Abschneiden meines Teams RSC AUTO BROSCH Kempten freuen, das mit zwei ersten Plätzen, einem 2. Platz, einem 3. Platz und dem Sieg in der Mannschaftswertung auf der Mitteldistanz gleich fünfmal auf dem Podium vertreten war.

Musik: Pretonika – Discovery

2. Kemptener AUTO BROSCH Bike Marathon

Heute fand die zweite Austragung unseres Heimrennens statt, mit noch schönerer Streckenführung, noch besserem Wetter und noch mehr Teilnehmern (über 700) als im letzten Jahr. Wieder nahm ich mir die Langdistanz (78km, 1440hm) vor und wie gewohnt wurde von Beginn an kräftig am Hahn gedreht = Pulsmesser am Anschlag auf den ersten 15km. Bis zur Verpflegungsstelle in Hauptmannsgreuth hatte sich das Feld dann gut in die Länge gezogen und in kleinen Gruppen konnte ich mich etwas erholen.

Musik: Pantera Negra – Eureka

In der zweiten Runde brannten die Oberschenkel bergauf aber schon ganz schön. Abgelegt hab ich mich natürlich auch wieder: ein nasser Ast sorgte für eine  exorbitante Querbeschleunigung des Vorderrads. Ist aber nichts weiter passiert und nach 3:03h kam ich als Gesamt 45. und 16. in der Master 1 (bei uns galt die UCI-Altersklasseneinteilung) ins Ziel. Dank dreier sensationell schneller Teamkollegen vom RSC AUTO BROSCH Kempten durfte ich sogar wieder aufs Podium: Platz 1 in der Teamwertung. 🙂

5. MTB Event in Veringendorf

Gestern ging es mit drei Teamkollegen des RSC AUTO BROSCH Kempten zum ersten Saisonrennen über 55km und 1.230hm in das kleine Veringendorf am Fuß der Schwäbischen Alb. Die Tage zuvor hatte es ordentlich Niederschläge gegeben und am Start herrschten mit 7 Grad und Nieselregen nicht gerade meine Lieblingsbedingungen. Dementsprechend rutschig war die an sich schöne Strecke mit über einem Dutzend Auf- und Abfahrten auf Forst-, Wald- und Wiesenwegen und ein paar einfachen Trails dann auch. Mein neues 29″ Bike kam mit den widrigen Bedingungen aber super zurecht und obwohl ich am Start mal wieder ziemlich weit hinten stand, lief es am Anfang ganz gut. Am Ende der Einführungsrunde konnte ich bergab zu Teamkollegen Julian aufschließen, der mir dann aber bald mit jugendlicher Frische bergauf davon zog.
Nach km 18 dann der Super-GAU: bei einem Blick nach unten verabschiedete sich meine rechte Kontaktlinse. Also noch 35km einäugig mit verdreckter Brille durch unbekanntes und tiefes Geläuf eiern. Zwangsläufig verlor ich dann in den Abfahrten immer wieder meine Gruppen und einmal nahm ich auch eine kleine Schlammbodenprobe. Letztendlich kam ich dann aber nach 2:19h als gesamt 41. doch noch heil im Ziel an, zwar gute 22 Minuten hinter dem Sieger und Deutschen Meister Markus Kaufmann, aber überraschend auf dem 2. Platz der Masters 2 Altersklasse.
Ein Lob muss man dem veranstaltenden TV Veringendorf machen, der von den 400 Dorfbewohnern sage und schreibe 200 als Helfer für das Rennen auf die Beine stellte und nachdem sich abzeichnete, dass ein Gartenschlauch für die Bikewäsche nicht ausreichte, flugs ein paar C-Schläuche von der Freiwilligen Feuerwehr ausrollen lies. „Kommet nägschtes Joar wiedr“ bat der Moderator es bei der Siegerehrung, und dem Wunsch werden wir gerne nachkommen.

Musik: Agnia – Heart is broken

Übers Ofterschwanger Horn zur Höllritzer Alpe

Wir schreiben den 18. November und Schnee ist keiner in Sicht. Dafür herrscht bestes Bikewetter im Allgäu. Ideal für eine kleine Morgenrunde mit dem Mountain-Mike. Den Nebel im Illertal ließen wir auf dem Weg zum Allgäuer Berghof schnell hinter uns und auf der Hörnerkette brachte uns die Sonne ganz schön ins Schwitzen. Das Szenario dort oben war schon recht bizarr: Eingehängte Liftbügel, Schneekanonen und Fangzäune – aber alles auf der grünen Wiese. Hinunter ins Ostertal lotste ich uns dann auf einen Secret Trail, den nicht einmal Local Mike kannte. 🙂

Musik: Curly’s Revenge – Insouciance

Weil die Auffahrt zum Rangiswanger Horn über den Winter gesperrtes Naturschutzgebiet ist, fuhren wir das Ostertal noch ein Stückchen weiter und kämpften uns auf dem garstig steilen Karrenweg zur Höllritzer Alpe hinauf. Belohnt wurden wir dafür mit einem traumhaften Bergpanorama. Hinunter nach Gunzesried Säge bekam ich dann wieder was Neues gezeigt: Einen wunderschöner, teilweise auf einem Grat gelegenen Wiesenweg mit ebenso schönen Ausblicken. Am Schluß wurden wir dann noch von ein paar vereisten Stellen auf dem Fahrweg ins Gunzesrieder Tal ausgebremst, blieben aber sturzfrei. Eine tolle Tour und eine Wetteränderung ist nicht in Sicht. 🙂

6. Stöckle-Rennen 2012

Eine der zahlreichen Radsportveranstaltungen der Stadt Sonthofen im Allgäu ist das Stöckle-Rennen, ein Uphill-Sprint für MTBs, Rennräder und heuer zum ersten Mal Skiroller. Auf knapp 6km gilt es von Sonthofen hinauf zum 1.325m hoch gelegenen Bildstöckle knapp 600hm zu bewältigen. Die Wertung erfolgt gesondert, der Streckenverlauf trennt sich zwischenzeitlich und führt die Schmal- und die Stollenbereiften 2km vor dem Ziel wieder zusammen. In einem relativ kleinem aber feinem Starterfeld trat ich dort gestern bei Kaiserwetter und angenehm spätsommerlichen Temperaturen in der Mountainbike-Wertung an.

Direkt am Start ging es eine 14%ige Steigung hinauf, so dass sich der Puls gleich mal an der Obergrenze einpendeln konnte. Erholungsmöglichkeiten gab es danach trotz zweier kleiner Abfahrten kaum, aber die traumhafte Aussicht auf den freien Streckenabschnitten entschädigte für die Strapazen. Als besonders garstig präsentierten sich 2 schottrige Rampen im Wald nach der Streckenteilung. Während ich bei der ersten auf dem letzten Ritzel noch im Sattel bleiben konnte, waren dann an der zweiten einige Schiebemeter angesagt. So manch Rennradfahrer hatte mit den knackigen Steigungen auch ganz schön zu kämpfen. Zu klein gekettet und es wurde hinten raus richtig hart. 33:01 Minuten standen dann im Ziel bei mir auf der Uhr. Platz 6 in der AK2. Erfolgreichstes Team war übrigens der RSC AUTO BROSCH Kempten mit 4 Klassensiegen und 5 weiteren Stockerl-plätzen. 🙂 Eine schöne Veranstaltung, bei der ich nächstes Jahr gerne wieder dabei bin.

8. Ehrenberg Burgenrennen

MTB-Uphill-Rennen sind ja eigentlich nichts für dicke alte Männer, aber nachdem mir ein Teamkollege versicherte, dass die Strecke „überhaupt nicht steil“ sei und sich die nackten Zahlen in der Ausschreibung (8km, 450hm) auch nicht ganz so schlimm lasen wie so manch anderes Bergrennen in der Umgebung, war ich heute beim 8. Ehrenberg Burgenrennen am Start. Überwiegend auf Forststrassen mit wechselnder Steigung, einigen Kehren und Flachpassagen zwischendurch ging es bei Kaiserwetter von Ehenbichl hinauf zur Burgruine Ehrenberg, einer der ältersten Festungsanlagen im nördlichen Tiroler Voralpenland, die im Übrigen absolut sehenswert ist.

Musik: 2 Inventions – Sweet Salsa

Richtig steil war es tatsächlich nicht: Gefahren bin ich nur auf dem großen und mittleren Kettenblatt, allerdings permanent am Anschlag mit einem Durchschnittspuls von 175. Gefühlt war das Rennen anstrengender als ein 4-Stunden Marathon. Trotzdem hat es Spass gemacht und mit dem Ergebnis war ich auch zufrieden. Nach 29:31min und  6 Minuten hinter dem Tagesschnellsten, dem Tiroler Bergmeister Frank Kerber vom Team GAZI Radhaus, kam ich als 7. der AK2 ins Ziel. Ein großes Lob gebührt dem Radclub Reutte, der mit großem Engagement eine sehr gut organisierte Veranstaltung auf die Beine gestellt hat und dem zu wünschen ist, dass er im nächsten Jahr die angestrebte  Teilnehmerzahl von 200 erreicht.