Montafon Mountainbike Marathon

Schon wieder hat die Glücksfee von den Zweiradhelden zugeschlagen und mir einen Startplatz auf der 60km / 2.400hm Strecke beim heutigen 4. Montafon Mountainbike Marathon in Schruns/Österreich beschert. 🙂
Nach der Wetterprognose sollte es vormittags noch trocken bleiben und erst nachmittags regnen. Naja, stimmte nicht ganz: Beim Start schien noch die Sonne, aber nach gut einer Stunde fing es dann an, immer stärker zu pi****. Bergab hab ich deshalb nicht mehr viel gesehen aber wenigstens war der Regen warm und die  Strecke zu großen Teilen von Bäumen überdacht. Etwas beunruhigender war da schon das zeitweise Donnergrollen, aber geblitzt haben zum Glück nur die Gerätschaften vom Sportograf.

Musik: Daniel Juarez – Celeste

Gefahren bin ich heute mal nicht mit dem 11kg schweren Capic Hardtail sondern mit dem 1,5kg schwereren Bergamont Fastlane Fully. War vielleicht nicht die beste Wahl, denn es gab bergab nur einen kurzen ruppigen Pfad, auf dem ich aber eh gelaufen bin, und der letzte Anstieg verlief ca. 600 Höhenmeter lang auf Asphalt. Dementsprechend waren um mich herum eigentlich nur (Carbon-)Hardtails zu sehen. Aber egal, es hat trotz des bescheidenen Wetters überraschend viel Spaß gemacht, denn die Strecke ist wirklich sehr attraktiv und abwechslungsreich und fährt sich schön rund. Auch die Organisation war perfekt. Alles gut ausgeschildert und bestens abgesichert. Da fahre ich gerne wieder und vielleicht auch mal die Langdistanz mit 120km und 4.200hm. Am Ende sprang heute wieder eine Top10-Platzierung in der AK (10.) und Platz 53 gesamt heraus. 🙂

3:48h  |  61km  |  2.211hm    Sportics.net Aktivität

10. König Ludwig Bike Cup Oberammergau

Die Radsport-Community Zweiradhelden verlost regelmäßig Startplätze für die großen Rennrad- und MTB-Events und ich hatte dieses Mal Glück, oder vielleicht wollte auch sonst keiner der Mitglieder die 80km Runde beim diesjährigen König Ludwig MTB-Marathon in Oberammergau fahren. 😉
Tage zuvor gab es noch heftige Unwetter, aber am gestrigen Sonntag strahlte die Sonne bei 24 Grad. Die Strecke war mir völlig unbekannt. Ich hatte nur das Höhenprofil gesehen und wusste, dass auf der Langdistanz die letzte 25km Runde zweimal zu fahren ist. Nach einer unspektakulären ersten Auf- und Abfahrt auf Asphalt und Forststrassen wartete im Tal das erste Highlight auf uns: ein langer, kurviger Wald- und Wiesentrail mit Bachdurchfahrt und vielen Richtungswechseln. Dann gings hinauf zum Pürschling. Am höchsten Punkt begann der mit Abstand schönste Streckenabschnitt: ein gefühlt mehrere Kilometer langer, handtuchschmaler und fast ebener Traum-Pfad am Hang entlang.
Vor der ersten Ortsdurchfahrt in Oberammergau hebelte sich mein Vordermann auf einem Serpentinen-Fußweg mit einer ansatzlos eingesprungen Seitwärts-Rolle über den Lenker, aber ihm ist wohl nichts ernsthaftes passiert.

Musik: Heifervescent – When the stars fall from grace

Dann standen die beiden „Schlussrunden“ über den Berg Laber an. Auf Forststrassen und Karrenwegen waren noch zweimal je 600 Höhenmeter zu bewältigen. Bergauf lief es ganz gut, aber bergab stieg ich jeweils auf einem ca. 400m langem, steilen Hohlweg mit rutschigem und felsigem Untergrund ab und stolperte zu Fuss hinunter, was schon schwierig genug war. Ein paar Mutige fuhren bzw. rutschten da an mir vorbei. Nach 4:42h kam ich als AK 10. und gesamt 47. heil aber leicht verschlammt im Ziel an. Ob ich das weiße Zweiradhelden-Trikot jemals wieder sauber bekomme, steht noch in den Sternen…
Ein großes Lob an die Organisatoren: Die Strecke war perfekt ausgeschildert und abgesichert. Gefährliche Stellen waren z. T. sogar am Boden mit Neonfarbe kenntlich gemacht und der Start/Ziel-Aufbau war schon fast Tour de France tauglich.
Die Kombinationswertung aus einem Skilanglaufmarathon im Winter und dem 80km Rennen hat übrigens mein Teamkollege Robby Wittmann vom RSC AUTO BROSCH Kempten gewonnen und er ist damit der erste „König-Ludwig-Champion“. 🙂

4:42h  |  79km  |  2.562hm    Sportics.net Aktivität

Biketreff am 26.06.2012

Starke Besetzung beim gestrigen Biketreff: 9 furchtlose Gestalten nahmen die lange Auffahrt über den Eschacher Weiher zum Aussichtsturm Schwarzer Grat in Angriff. Daniel verabschiedete sich heimfahrzeittechnisch bedingt am höchsten Punkt. Dafür blieb ihm ein anschließender durch Baumfällarbeiten erzwungener Hatsch und Rutsch durch ein noch nie von Menschen betretenes Waldstück erspart. Flott gings dann hinunter nach Kreuzthal und mehr oder weniger flott am Skilift Gohrersberg hinauf zur Kreuzleshöhe.

Musik: Brad Sucks – Making me nervous

Bergab sollte man ja immer auf Sicht fahren. Martin, Roland, Jörg und Markus taten es nicht, bogen auf der Abfahrt ins Kürnachtal hinter dem Rest promt falsch ab und durften zur Strafe ein paar im Nirvana endende Forstwege erkunden. Am Schluß kamen aber doch noch alle bei fortgeschrittener Dämmerung heil und gut gelaunt am Stadtbad an. 🙂

3:03 h  |  54 km  |  1.155 hm   Sportics.net Aktivität

9. Pfrontener MTB-Marathon

Zum 9. Mal fand heute der Pfrontener MTB-Marathon statt und ich war dabei. Nach dem Motto „Lieber länger und langsamer“ hatte ich mich für die Extrem-Strecke (70km, 2.600hm) angemeldet. Wetter war Top: trocken und warm. 🙂
Nach dem Start ging es erstmal die Nordauffahrt zum Breitenberg hoch. Im oberen Teil durfte ich wie alle anderen zweimal absteigen und schieben. Nach einer flotten Abfahrt raste ich im Achtal auf einem engen, unübersichtlichem und nicht gesperrten Strässchen hinter einem Verrückten her, der am Hahn drehte, als gäbe es in Steinach 20 Hektoliter Freibier. Auf seine Fahrweise angesprochen schmunzelte er später: „I bin a Pfrontner, I kenn mi da aus.“ Dann ging es den Edelsberg hinauf, wo der Wirt der Kappler Alp offensichtlich die Soundanlage von Rock am Ring ausgeliehen hatte und das ganze Tal mit Guns ’n Roses und Iron Maiden beschallte. Da war es ganz schon schwierig, nicht zu überpacen. Nach der Abfahrt ins Vilstal begann in der Auffahrt zum Himmelreich das Ein- und Überholen der Teilnehmer der Kurz- und Mitteldistanz. Manch einer derer hatte die Steigungen wohl etwas unterschätzt, denn trotz feinstem Carbon (gefühlt 2/3 nagelneue 29er Bikes) wurde geschoben und geschoben und geschoben…

Musik: Oleg Serkov – Complicated Boy

In der letzten Auffahrt von Süden auf den Breitenberg lief es dank der schonenden Fahrweise vorher immer noch ganz gut und so stand nur noch die lange Abfahrt nach Pfronten an. Und da lies bei einigen Teilnehmern entweder die Konzentration nach oder sie waren des groben Schotters fahrtechnisch nicht mächtig. Jedenfalls purzelten ca. ein Dutzend Fahrer(innen) links und rechts vor mir nur so vom Rad. Zum Glück standen alle gleich wieder auf. Ich kam nach 4:19h sturz- und pannenfrei als Gesamt 96. und AK 27. ins Ziel, wobei sich die Tubeless-Reifen sich wieder bewährten: Ein Durchschlag hinten hatte mangels Schlauch keinen Snake-Bite zur Folge: 🙂

Update: Hier gibts ein Video eines Teilnehmers der Mitteldistanz zu sehen.

Radtourenvorschläge ab Kempten

Kempten und das Allgäu mit dem Rad entdecken: die Tourist Information Kempten hat 21 Radtouren-vorschläge mit Start und Ziel in Kempten heraus-gebracht. Die Touren sind in einem Infobooklet mit Streckenplan, Wegbeschaffenheit, Höhenmetern und Kilometern näher beschrieben. Es enthält eine Tourenübersicht und lädt ein, nach dem Radeln oder an einem „Ruhetag“ Kempten zu entdecken. Die dazugehörige Radkarte beinhaltet nicht nur die Touren, sondern auch einen Stadtplan von Kempten mit den 4 Startpunkten. Die Radkarte mit dem Info-booklet gibt es für 6,90 Euro in der Tourist Information Kempten. Alternativ kann man sich die Touren auf einer digitalen Karte ansehen, aus-drucken oder auf ein GPS-Gerät runterladen.
Einen Teil der Tourenvorschläge durfte ich letztes Jahr ausarbeiten, nachdem die Stadt Kempten deswegen den RSC Kempten um Mithilfe gebeten hat. Attraktiv und informativ aufbereitet wurden die Touren durch die Allgäuer Firma ALPSTEIN, die unter outdooractive.com eine eigenes Outdoor-Portal betreibt und schon eine Vielzahl regionaler Tourenangebote erstellt hat. Wer mit dem Rad Urlaub in Kempten macht, sollte sich die Tourenvorschläge, die zum Teil für Rennräder und zum Teil für Mountainbikes bzw. Trekkingbikes geeignet sind, unbedingt anschauen.

Biketreff am 29.05.2012

Mit Martin, Jörg und Tobias ging es heute Abend bei bestem Bikewetter mal wieder durch den einsamen Rohrbachtobel. Diesmal in einer anderen Variante direkt unter der Autobahnbrücke hindurch. Bis dorthin komplett fahrbar, aber im Tobel gabs dann doch noch ein paar Hike-Einlagen. Nächstes Ziel: die Wachters Alpe mit einem traumhaften Abendpanorama. Dank Ruhetag waren wir dort ganz allein unter einigen Dutzend schellentragendem Jungvieh und anderem Getier. Den anschließenden Waldtrail hinüber zu Schönstatt auf’m Berg suchten wir zunächst vergebens. Hier haben offensichtlich vor kurzem Harvester Testwochen stattgefunden.

Nach einer NieSo-Umrundung konnte Martin dann feststellen, dass es sich mit nur noch einer von ursprünglich vier Kettenblattschrauben nicht mehr sehr kommod fährt. Die restlichen drei Kilometer durfte er auf dem kleinen Blatt und einer 200er Trittfrequenz abkurbeln. Trotzdem eine schöne Runde, auf der wir viel gelacht haben. 🙂