RSC Team-Training 03.03.2019

Mit anderen zusammen anstatt alleine zu trainieren macht mehr Spaß und insbesondere im Frühjahr bietet sich ein Gruppentraining für Grundlageneinheiten an. Beim RSC AUTO BROSCH Kempten läuft das sehr gut: 14 Rennfahrer/innen trafen sich heute zu einer gemeinsamen Ausfahrt und vom U17-Nachwuchsfahrer über zwei Elite-Amateure, ambitionierte Jedermänner, leistungsstarke Damen bis hin zum Senior 3, ähm alten Sack (ich), war alles am Start. Eine frische Westbrise sorgte für Highspeed bzw. Krafteinheiten an der Front, den Faschingsumzug in Wertach konnten wir geschickt umfahren und der eine Platten auf gut 100km war noch erträglich.

Ingo Reichart Sieger der Deutschen Meisterschaft auf Zwift 2019

ingo-reichart400x362Ingo Reichart vom RSC AUTO BROSCH Kempten gewann am 24.02.2019 die Deutschen Meisterschaften auf Zwift. Noch ist das Ergebnis inoffiziell, aber der Zieleinlauf war eindeutig und Ingo hat eine BDR-Lizenz für 2019. Bereitwillig stellte sich der 44-jährige Allgäuer nach dem Rennen den Fragen des 2. RSC-Vorstands:

Ingo, herzlichen Glückwunsch zum Deutschen Meistertitel auf Zwift. Du galtest unter den Insidern als einer der Top-Favoriten, aber man wusste nicht, wer alles mitfahren wird, insbesondere nachdem das Rennen erstmals vom BDR als offizielles Lizenzrennen ausgeschrieben wurde. Mit welchen Erwartungen bis Du an den Start gegangen?
Meine Erwartungen waren schon ambitioniert, aber bei allen Zwiftrennen gibt es immer wieder „last-minute-Meldungen“ von Fahrern, die man im Vorfeld nicht auf dem Zettel hat. Zudem gehen bei einem solchen Event natürlich auch immer einige Top-Fahrer an den Start, die in der „Outdoorwelt“ starke Ergebnisse aufweisen. Die letzten Wochen habe ich aber dazu genutzt, um in zahlreichen virtuellen Rennen an meinem Sprint zu arbeiten und um das taktische Fahren auf Zwift zu verbessern. Auch hilft einem generell die eine oder andere „Kniebeugen-Session“. 😉 Meine guten Ergebnisse aus den letzten Zwiftrennen gaben mir dann auch ein ordentliches Vertrauen in meine Stärken.

Wie ist das Rennen für Dich gelaufen?
Richtig gut. Ich konnte wie geplant an den vier nicht so langen Anstiegen mit den starken Fahrern mithalten und habe mich äußerst kraftsparend auf den Zwischenpassagen zurückgehalten. Ca. 2 km vor dem Ziel habe ich die letzten Attacken von Philipp Diegner mit den anderen 3 übrig gebliebenen Fahrern entschärfen können. Die Rechnung ging also auf und so konnte ich alles in den entscheidenden Sprint reinlegen. BÄM!

Es waren einige prominente Strassenfahrer am Start, die vorher kaum oder gar keine Rennen auf Zwift gefahren sind, wie z.B. der Top-Bundesligafahrer Marcel Fischer. Die konnten sich aber nicht ganz vorne platzieren. Was ist der Unterschied zwischen einem Strassenrennen und einem Zwiftrennen?
Da gibt es wirklich sehr viele Unterschiede und Feinheiten, auf die man bei einem virtuellen Zwiftrennen achten muss. Dies beginnt bei der Wahl der entsprechenden Radtypen (z.B. Aeroräder) wie auch der Wahl von Läufrädern, die einem bei schnellen Kursen Aero- und damit Zeitvorteile bieten. Diese musst du dir aber über fleißiges, virtuelles Kilometersammeln quasi erst als Bonus erarbeiten. Hinzu kommt dann auch der enorme „Draft“ (Windschatteneffekt), den vor allem ein sehr großes Fahrerfeld bewirkt. Manche Rennen wie z.B. die DM auf Zwift werden sogar unter der Vorgabe von „Doppeldraft“ gefahren, so dass der Effekt hier nochmals unvergleichlich höher ist. Hier heißt es mitschwimmen und ja nicht aus der Gruppe fallen, um ein aufreibendes „Lochzufahren“ zu vermeiden. Einen weiteren (bei vielen Fahrern umstrittener) Zusatzfaktor stellen schließlich die sog. Powerups dar. Dies sind z. B. für ca. 15-25 Sek. aktivierbare „Boosts“, welche im Gegensatz zur „Straßenwelt“ die in der virtuellen Welt nicht zu simulierenden Fahrpositionen ausgleichen sollen. So ist es etwa beim Anfahren eines Sprints auf Zwift nahezu unmöglich am Hinterrad eines starken Fahrers langanhaltend positionsstabil zu lutschen. Diese Boosts musst du also klug einsetzen und mit ihnen „haushalten“. Beim Sprint um die DM hatten alle fünf Fahrer zum Schluß noch einen finalen „Aero-Boost“ übrig und setzten diesen natürlich gezielt ein.

Was ist Dein sportlicher Background, seit wann fährst Du Rad und wie hast Du Dich auf die Meisterschaft vorbereitet?
Ich selbst bin mit der Leichtathletik groß geworden und habe mich dann mit 17 Jahren aufs Speerwerfen bis in den deutschen Jugendkader spezialisiert. Im Winter habe ich mir mit meinen Langlaufskiern auf dem Sportplatz um die Ecke die Skatingspur selbst gelegt und viele Jahre in der Halle Handball gespielt. Die Liebe zum Radfahren habe ich entdeckt, als ich zum 13. Geburtstag mein erstes Rennrad bekommen habe. Damals ein weiß-gelb-schwarzes Raleigh-Bike mit Rasterschaltung am Unterrohr. Von da an war die Liebe zum Radsport voll entfacht. Als Vorbereitung auf die DM bin ich viele Zwiftrennen auf den unterschiedlichsten Terrains und Distanzen gefahren (zwischen. 20 und 100 km). Sich dabei die Taktik von unerreichbaren Überfliegern (wie z.B. Leandro Messineo) abzuschauen ist echt faszinierend. Zum Schluss ist es vor allem aber auch die Bereitschaft, sich „indoor quälen“ zu können. Hierzu motivieren aus meiner Sicht all die möglichst realitätsgetreuen Bedingungen auf Zwift. 

Mit welchem technischen Setup bist Du auf Zwift unterwegs?
Ich fahre auf einem Smarttrainer Wahoo Kickr der 4. Gen. von 2018. Auf diesem habe ich einen soliden Alurahmen mit einer 2-fach Schaltung vorne und einer 11-fach-Schaltung hinten montiert. Als Übersetzung fahre ich 53/39 vorne und 11-25 hinten.

Du startest auf Zwift für das Team Kirchmair Cycling des Coaches Stefan Kirchmair aus Österreich. Wie kam es dazu?
Über unseren RSC-Teamkollegen Klaus Näher wurde ich von Stefan Kirchmair angesprochen. Stefan ist für die Zwift-Community äußerst stark engagiert und hat es geschafft, in kurzer Zeit eine doch sehr schlagkräftige Truppe aufzubauen. Als professionelles Features ist hier z. B. die Kommunikation der Team-Fahrer über einen Discord-Chat (Team-Funk) zu nennen. Da merkst du dann erst, was alles machbar ist. Irre. 

Was sind Deine sportlichen Ziele in 2019?
Auf jeden Fall mit dem RSC-Jedermann-Team bei einigen Rennen an den Start zu gehen, evtl. ein paar gute Ergebnisse einzufahren und einfach mit dem Team jede Menge Spaß haben. Auch die Meldung an dem einen oder anderen Masters-Lizenzrennen steht ganz klar in meinen Büchern.

Wie stehts Du zum Thema e-Sports? Da tut sich ja derzeit einiges. Sogar der BDR hat das Indoor-Radfahren kürzlich als Potential für sich entdeckt und es gibt erste Bestrebungen zur Kommerzialisierung mit Ligen, Preisgeldern etc. für Indoor-Wettbewerbe. Wäre das was für Dich?
Trotz meiner hohen Motivation für das Thema Indoor-Radfahren bin ich da (noch) zurückhaltend. Da es einerseits noch viele ungelöste Schwierigkeiten gibt, die Leistungen der Fahrer aufgrund zahlreicher beeinflussenden Faktoren (z.B. Größe, Gewicht, techn. Equipment, etc.) vergleichbar zu machen und andererseits das „echte Radfahren draußen“ letztlich immer nur annähernd simuliert wird, kann ich mir eine solche Professionalisierung derzeit noch nicht vorstellen. Aber die Dinge entwickeln sich und was das virtuelle Radfahren bereits heute schon zu leisten vermag, ist mehr als erstaunlich. Für den Moment aber freue ich mich einfach tierisch aufs „analoge Radieren“ auf unseren Allgäuer Straßen. 🙂

Vielen Dank Ingo und eine weiterhin erfolgreiche Saison 2019!


Ergebnisliste: https://www.zwiftpower.com/events.php?zid=142179

Live-Stream Replay: https://www.youtube.com/watch?v=iT88s5D5mH4

Update 31.03.2019: Zwift hat Ingos Leistung nicht anerkannt und stattdessen den Drittplatzierten Nico Heßlich zum Deutschen Meister gekürt. Ingo wurde aufgefordert, u.a. Leistungsnachweise von über 25 Strava-Outdoor-Segmenten mit Leistungsmesser zu erbringen über 15sec, 1min, 2min, 5min und 1Omin. Aktuell hat Ingo ca. 300 Strava-KOMs im Allgäu inne und wer hier fährt weis, wie hoch die Leistungsdichte hier ist. Er hat alle Nachweise erbracht außer einem 15sec Nachweis. So kurze Segmente gibt es hier halt nicht. Nachweise von Rennen mit Peaks von über 1450 Watt wurden nicht akzeptiert. Das soll der Grund dafür gewesen sein, dass er nicht gewertet wurde. Abgesehen davon, dass im Reglement der DM von Zwift mit keiner Silbe irgendein Segmentnachweis als Bedingung erwähnt wird, erscheint diese Vorgehensweise ziemlich willkürlich und trägt leider nicht dazu bei, dass sich Zwift als ernsthafte Plattform für E-Sports etabliert, insbesondere wenn Spaßvögel wie Herr Gregor N. nicht sanktioniert werden, der innerhalb von 2 Tagen 30kg Gewicht in seinem Zwift-Profil „verliert“ und trotzdem in den Top 25 der DM herumgeistert… :-/

Das beste Bike auf Zwift …

… ist nicht das Tron-Bike.

Das futuristische Zwift Concept Z1 – auch Tron-Bike genannt – gilt allgemein als das schnellste, beste und deswegen meistbegehrte Bike auf Zwift, für das es sich lohnt, die notwendigen Strapazen der Everest-Challenge (50.000hm) auf sich zu nehmen. Ich fahre es nicht mehr, sondern stattdessen das Trek Emonda mit den Lightweight Meilenstein Laufrädern. Warum?

  • Als ich mir das Tron-Bike Mitte 2016 „erkletterte“, war ich damit ein Exot, heute fährt es fast jeder.
  • Der Avatar auf dem Tron-Bike hat nur eine Griffhaltung, d.h. ich sehe nicht, ob ich im „Draft“ bin oder nicht.
  • Das Blau des Tron-Bikes bekommt man nie genauso hin wie die Bündchen des VISION Kits.
  • Das Tron-Bike ist nicht mehr das schnellste Bike, zumindest bergauf. Mit den Lightweight Laufrädern ist das Trek schneller.

Deshalb:

trekemonda840

Richmond UCI Worlds reverse

Wer bisher immer dachte, den Richmond UCI Worlds Kurs auf Zwift kann man nicht in der anderen Richtung fahren, hat sich getäuscht. Eigentlich wollte ich heute die Stage 5 der Tour de Zwift fahren. 3 Runden Richmond UCI. Doch schon als ich am Start trotz ca. 1.000 anderen angemeldeten Fahrern mutterseelenalleine mitten auf einer Grünfläche stand, schwante mir Übles. Und tatsächlich, nach dem Countdown wurde ich in die entgegengesetzte Richtung geschickt, ganz alleine und ohne die Möglichkeit umzudrehen. Naja, so boten sich wenigstens mal ein paar ungewohnte Perspektiven, bis mir das Feld entgegenkam…

Laufen auf Zwift

Dem einen oder anderen mag schon aufgefallen sein, dass man beim Radfahren auf Zwift gelegentlich einen Läufer überholt (oder bergauf von einem Läufer überholt wird). Ja, man kann auf Zwift auch laufen. Auch wenn es die meisten Radsportler hassen, weil anstrengend, schmerzhaft und langweilig, schadet es nicht, insbesondere im Winter ein paar andere Muskelpartien zu trainieren, und vom Zeitaufwand aus gesehen ist Laufen sogar effektiver als Radfahren.
Dank Schnee und Eis drängt sich im Allgäu das Laufband als Trainingsgerät im Winter auf. Wer schon Mitglied in einem Fitnessstudio ist, muss keine großen Investitionen tätigen, um auf Zwift zu laufen. Einige wenige Laufbänder sind schon Zwift-kompatibel, ansonsten reicht ein RunPod am Schuh, optional ein Bluetooth-fähiger Pulsgurt, wie z.B. der Wahoo Tickr oder eine Apple Watch, und ein iPad oder ein iPhone mit Internetzugang. Zwift hat vor kurzem die Firma Milestone aufgekauft und bietet deren umgelabelten RunPod jetzt selbst an. Ich hab den Milestone RunPod vor einem Jahr noch für ca. 30 EUR günstig erstanden. Zwift verkauft ihn jetzt für happige 50 Dollar inclusive Steuer und Versand. Da bleibt nur zu hoffen, dass es bald eine günstigere Bezugsmöglichkeit in Europa gibt. Einen umfangreichen Test des Zwift RunPods hat James Gill (titaniumgeek.com) hier veröffentlicht.

milestonepod840

Hat man seinen RunPod (und optional den Herzfrequenzmesser) über Bluetooth mit  der IOS-App von Zwift verbunden und das Laufband in Bewegung gesetzt, kann man in Zwift loslaufen, auf den Radstrecken und einigen speziellen Routen nur für Läufer. Der Avatar läuft mit der eigenen Schrittfrequenz und sammelt alle 250m 10XPs, mit denen man von Level 1 bis auf Level 21 weitere Laufaccessouires freischalten kann. Nettes Detail: Bleibt man stehen, macht der Avatar selbstständig ein paar Dehn-Übungen. Was auch interessant ist: Durch das langsamere Tempo fallen einem liebevolle Details in der virtuellen Zwift-Welt auf, die man auf dem Rad sonst gar nicht wahrnehmen kann. Mittlerweile gibt es auch Gruppenläufe und und sogar Laufwettbewerbe auf Zwift. Wer nur läuft, für den ist Zwift derzeit sogar noch kostenlos.
Die Laufmöglichkeit auf Zwift hat mich dazu gebracht, im Fitnessstudio nach dem Kraftausdauertraining noch auf das Laufband zu gehen, was mit einer passenden Playlist auf den Ohren wider Erwarten sogar Spaß macht.

Update 28.01.2019: Nach dem Zwift-Update letzte Woche wurde der MilestonePod zwar von Zwift als Geschwindigkeits- und Schrittfrequenzsensor erkannt, zeigte aber trotz Bewegung keine Daten an. Hier half, warum auch immer, ein Entfernen und Wiedereinsetzen der Pod-Batterie.

(Beat) Meet the Pros on Zwift

Gibt ja immer noch viele Radsportler, die Zwift als reines Computerspiel diskreditieren, insbesondere solche, die noch nie dort gefahren sind. Das mag für die armseeligen Kreaturen gelten, die dort mit falsch kalibrierten Rollentrainern herumkurven, oder ihr Gewicht um zweistellige Kilogrammwerte zu niedrig angeben. Wer auf korrekte Einstellungen achtet, für den ist Zwift aber durchaus ein ernsthaftes Trainingstool. Das haben mittlerweile auch zahlreiche Pros erkannt, die sich auf Zwift tummeln (Übersicht bei zwiftinsider.com), sei es in einer Rekonvaleszenzphase oder als Alternative für ein Outdoor-Training. Auch Steven Cummings und Edvald Boasson Hagen (Team Dimension Datanutzen Zwift regelmäßig für ihre Rennvorbereitung. Letzteren hab ich heute virtuell auf Watopia getroffen und ihm auf der Hilly-Runde über 1 Minute abgenommen. YESSS! Okay, er ist den Hilly KOM in einer 1:39er Zeit oder so hochgesprintet und ich hab 50 Sekunden mehr dafür gebraucht, aber auf der ganzen Runde war ich schneller (weil er nach dem KOM nicht mehr getreten hat). Spässle g’macht, wie der Schwabe sagt, aber wo kann man sich schon mit Profis messen. Ride on!

Wahoo Kickr 2018 Support

Mit dem Wahoo Kickr 2016 Smart-Trainer war ich über viele tausend Kilometer sehr zufrieden, nur der typische, mit der Geschwindigkeit ansteigende „Düsenjet-Sound“ störte. Da lag es nahe, im September 2018 auf den so gut wie geräuschlosen Kickr 2018 umzusteigen. Leider fing das Teil bei der dritten Fahrt auf Zwift an, bei jedem Pedaltritt ein deutlich spür- und hörbares „Klackern“ abzugeben. Beim Online-Verkäufer reklamiert kam  2 Wochen später ein Austausch-Gerät. Das lief dann zwei Monate tadellos, bis am 20.12.18 eine unerträgliche, helikopterähnliche Vibration auftrat. Klar, passiert wie immer am Wochenende und noch dazu vor Weihnachten. :-/

Eine Internet-Recherche ergab, dass der Kickr 2018 offensichtlich diverse (Geräusch-) Probleme bei vielen Nutzern aufweist, zumindest bis zur Seriennummer beginnend mit 011839 (= Produktionswoche 39/2018). Leider hat mein Austauschgerät eine niedrigere Seriennummer…

Auf der Wahoo-Kickr-Support-Seite wurde empfohlen, ein Ticket mit Video, Seriennummer und Kaufnachweis aufzumachen. Das hab ich am Freitag, 21.12.18, gegen 17.00 Uhr getan, trotz gewisser Skepsis, ob und ggf. wie schnell und einfach eine Support-Abwicklung mit einem Hersteller in den USA ablaufen würde. Hab also erstmal den guten alten Kickr 2016 wieder in Betrieb genommen und mich auf eine längere Wartezeit eingestellt.

Wenige Minuten (!) nach Absendung meines Tickets kam von Wahoo aber gleich eine Antwort mit einer Entschuldigung für meine Probleme und der Bitte um Mitteilung meiner „Shipping Adress“. Die habe ich umgehend mitgeteilt und darauf kam innerhalb von wenigen Minuten (!) die Antwort, dass die Frist für Austauschgeräte derzeit ca. eine Woche betrage und ich in die Warteschlange aufgenommen sei. Ich würde ein neues, geprüftes Gerät bekommen und müsste aktuell nichts weiteres übernehmen. Nach Erhalt des Ersatzgeräts würden die Modalitäten der Rücksendung meines defekten Geräts geklärt. 50 Minuten später (!) kam eine Bestätigung, dass mein Ersatzgerät bestellt wurde und ich die Tracking-Details bei Versand bekäme. Wow! Eine solch schnelle Support-Reaktion hatte ich bisher noch bei keinem Hersteller erlebt und war gespannt, wie es weiter geht.

Dann am Montag, 24.12.2018, (Heilig Abend!) gegen 11.00 Uhr eine Mail von Wahoo, dass mein Ersatzgerät „has been shipped“, inclusive DPD-Tracking-Nummer.

Am Samstag, 29.12.2018, ist das Paket laut DPD in meinem Zustellungspaketzentrum abgekommen. Leider arbeitet DPD am Samstag nicht und auch nicht am Montag, dem 31.12.2018 (Sylvester), denn als Zustellungsdatum wurde der 02. oder 03.01.2019 angekündigt.

Am Mittwoch, 02.01.2019, bringt DPD das Ersatzgerät. Es handelt sich offensichtlich um einen originalverpackten neuen Kickr 2018 aus den Niederlanden mit einer Seriennummer 011846…, also wohl produziert in der 46ten Kalenderwoche Mitte November. Der Aufbau läuft wie gewohnt in wenigen Minuten ab. Dem Rollenrad hab ich vorher noch eine neue Kette spendiert und die ersten 100 Kilometer noch am selben Tag auf Zwift verlaufen im Wesentlichen ohne Auffälligkeiten. Bergab tritt bei über 70 km/h ein leichtes Vibrieren des Schwungrads auf und hinterher ist selbiges gut warm, aber ansonsten ist das Gerät geräuschlos.

Aller guten Dinge sind (hoffentlich) drei. Man mag Wahoo ja vorwerfen, dass sie bei der Entwicklung/Produktion des Kickr 2018 Fehler gemacht haben. Was den Support angeht kann man aber nicht meckern. So schnell, einfach und großzügig reagiert wohl kaum ein anderer Hersteller. Die Geräte von Wahoo sind zwar nicht billig, aber ich bin gerne bereit, etwas mehr zu bezahlen, wenn ich weis, dass der Kunden-Support funktioniert. Jetzt gilt es noch abzuwarten, wie die Rücksendung des defekten Kickr abgewickelt wird.

Update 22.01.2019: Der defekte Kickr wurde gestern von einem TNT-Fahrer abgeholt. Am 16.01.2019 wurde ich vom Wahoo-Support wegen des gewünschten Abhol-Wochentags kontaktiert. Habe am 17.01.2019 den Montag genannt. Darauf wurde mir am 18.01.2019 der 21.01.2019 als Abholtag angekündigt, leider mit einem Zeitfenster von 09.00 bis 17.00 Uhr. Eine genauere Eingrenzung der Uhrzeit konnte mir der Wahoo-Support nicht mitteilen. Am selben Tag erhielt ich eine E-mail mit den Versanddokumenten als pdf-Dateien. Das Label habe ich auf den Karton aufgeklebt und die anderen Dokumente an den TNT-Fahrer, der zum Glück schon gegen 10.30 Uhr kam, übergeben. Noch am selben Tag habe ich eine Mail vom Wahoo-Support bekommen, in welcher die erfolgte Abholung bestätigt und das Ticket geschlossen wurde. Der neue Kickr läuft aktuell zufriedenstellend…