(Beat) Meet the Pros on Zwift

Gibt ja immer noch viele Radsportler, die Zwift als reines Computerspiel diskreditieren, insbesondere solche, die noch nie dort gefahren sind. Das mag für die armseeligen Kreaturen gelten, die dort mit falsch kalibrierten Rollentrainern herumkurven, oder ihr Gewicht um zweistellige Kilogrammwerte zu niedrig angeben. Wer auf korrekte Einstellungen achtet, für den ist Zwift aber durchaus ein ernsthaftes Trainingstool. Das haben mittlerweile auch zahlreiche Pros erkannt, die sich auf Zwift tummeln (Übersicht bei zwiftinsider.com), sei es in einer Rekonvaleszenzphase oder als Alternative für ein Outdoor-Training. Auch Steven Cummings und Edvald Boasson Hagen (Team Dimension Datanutzen Zwift regelmäßig für ihre Rennvorbereitung. Letzteren hab ich heute virtuell auf Watopia getroffen und ihm auf der Hilly-Runde über 1 Minute abgenommen. YESSS! Okay, er ist den Hilly KOM in einer 1:39er Zeit oder so hochgesprintet und ich hab 50 Sekunden mehr dafür gebraucht, aber auf der ganzen Runde war ich schneller (weil er nach dem KOM nicht mehr getreten hat). Spässle g’macht, wie der Schwabe sagt, aber wo kann man sich schon mit Profis messen. Ride on!

Wahoo Kickr 2018 Support

Mit dem Wahoo Kickr 2016 Smart-Trainer war ich über viele tausend Kilometer sehr zufrieden, nur der typische, mit der Geschwindigkeit ansteigende „Düsenjet-Sound“ störte. Da lag es nahe, im September 2018 auf den so gut wie geräuschlosen Kickr 2018 umzusteigen. Leider fing das Teil bei der dritten Fahrt auf Zwift an, bei jedem Pedaltritt ein deutlich spür- und hörbares „Klackern“ abzugeben. Beim Online-Verkäufer reklamiert kam  2 Wochen später ein Austausch-Gerät. Das lief dann zwei Monate tadellos, bis am 20.12.18 eine unerträgliche, helikopterähnliche Vibration auftrat. Klar, passiert wie immer am Wochenende und noch dazu vor Weihnachten. :-/

Eine Internet-Recherche ergab, dass der Kickr 2018 offensichtlich diverse (Geräusch-) Probleme bei vielen Nutzern aufweist, zumindest bis zur Seriennummer beginnend mit 011839 (= Produktionswoche 39/2018). Leider hat mein Austauschgerät eine niedrigere Seriennummer…

Auf der Wahoo-Kickr-Support-Seite wurde empfohlen, ein Ticket mit Video, Seriennummer und Kaufnachweis aufzumachen. Das hab ich am Freitag, 21.12.18, gegen 17.00 Uhr getan, trotz gewisser Skepsis, ob und ggf. wie schnell und einfach eine Support-Abwicklung mit einem Hersteller in den USA ablaufen würde. Hab also erstmal den guten alten Kickr 2016 wieder in Betrieb genommen und mich auf eine längere Wartezeit eingestellt.

Wenige Minuten (!) nach Absendung meines Tickets kam von Wahoo aber gleich eine Antwort mit einer Entschuldigung für meine Probleme und der Bitte um Mitteilung meiner „Shipping Adress“. Die habe ich umgehend mitgeteilt und darauf kam innerhalb von wenigen Minuten (!) die Antwort, dass die Frist für Austauschgeräte derzeit ca. eine Woche betrage und ich in die Warteschlange aufgenommen sei. Ich würde ein neues, geprüftes Gerät bekommen und müsste aktuell nichts weiteres übernehmen. Nach Erhalt des Ersatzgeräts würden die Modalitäten der Rücksendung meines defekten Geräts geklärt. 50 Minuten später (!) kam eine Bestätigung, dass mein Ersatzgerät bestellt wurde und ich die Tracking-Details bei Versand bekäme. Wow! Eine solch schnelle Support-Reaktion hatte ich bisher noch bei keinem Hersteller erlebt und war gespannt, wie es weiter geht.

Dann am Montag, 24.12.2018, (Heilig Abend!) gegen 11.00 Uhr eine Mail von Wahoo, dass mein Ersatzgerät „has been shipped“, inclusive DPD-Tracking-Nummer.

Am Samstag, 29.12.2018, ist das Paket laut DPD in meinem Zustellungspaketzentrum abgekommen. Leider arbeitet DPD am Samstag nicht und auch nicht am Montag, dem 31.12.2018 (Sylvester), denn als Zustellungsdatum wurde der 02. oder 03.01.2019 angekündigt.

Am Mittwoch, 02.01.2019, bringt DPD das Ersatzgerät. Es handelt sich offensichtlich um einen originalverpackten neuen Kickr 2018 aus den Niederlanden mit einer Seriennummer 011846…, also wohl produziert in der 46ten Kalenderwoche Mitte November. Der Aufbau läuft wie gewohnt in wenigen Minuten ab. Dem Rollenrad hab ich vorher noch eine neue Kette spendiert und die ersten 100 Kilometer noch am selben Tag auf Zwift verlaufen im Wesentlichen ohne Auffälligkeiten. Bergab tritt bei über 70 km/h ein leichtes Vibrieren des Schwungrads auf und hinterher ist selbiges gut warm, aber ansonsten ist das Gerät geräuschlos.

Aller guten Dinge sind (hoffentlich) drei. Man mag Wahoo ja vorwerfen, dass sie bei der Entwicklung/Produktion des Kickr 2018 Fehler gemacht haben. Was den Support angeht kann man aber nicht meckern. So schnell, einfach und großzügig reagiert wohl kaum ein anderer Hersteller. Die Geräte von Wahoo sind zwar nicht billig, aber ich bin gerne bereit, etwas mehr zu bezahlen, wenn ich weis, dass der Kunden-Support funktioniert. Jetzt gilt es noch abzuwarten, wie die Rücksendung des defekten Kickr abgewickelt wird.

Update 22.01.2019: Der defekte Kickr wurde gestern von einem TNT-Fahrer abgeholt. Am 16.01.2019 wurde ich vom Wahoo-Support wegen des gewünschten Abhol-Wochentags kontaktiert. Habe am 17.01.2019 den Montag genannt. Darauf wurde mir am 18.01.2019 der 21.01.2019 als Abholtag angekündigt, leider mit einem Zeitfenster von 09.00 bis 17.00 Uhr. Eine genauere Eingrenzung der Uhrzeit konnte mir der Wahoo-Support nicht mitteilen. Am selben Tag erhielt ich eine E-mail mit den Versanddokumenten als pdf-Dateien. Das Label habe ich auf den Karton aufgeklebt und die anderen Dokumente an den TNT-Fahrer, der zum Glück schon gegen 10.30 Uhr kam, übergeben. Noch am selben Tag habe ich eine Mail vom Wahoo-Support bekommen, in welcher die erfolgte Abholung bestätigt und das Ticket geschlossen wurde. Der neue Kickr läuft aktuell zufriedenstellend…

Zwift Level 26 – 50

Nach einer gefühlten Ewigkeit „stuck on level 25“ hat Zwift mit dem Update von heute u.a. die Level 26-50 eingeführt. Der Zeitpunkt fällt sicher nur zufällig mit der Preiserhöhung für Bestandskunden von 10,- auf 15,- EUR monatlich zusammen. Was es nun an weiteren Belohnungen für Kilometersammler auf Zwift gibt, trage ich nach und nach hier zusammen. Level 26 bescherte mir schon mal eine überdimensionierte und optisch gewöhnungsbedürftige POC-Sonnenbrille. Hmm…

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Naja, wenigstens bekommen diejenigen, die bereits Level 25 erreicht haben, bis zu ihrem bisherigen potentiellen Level 8-fach Payback, äh XP-Punkte. Deshalb schnellte mein XP-Zähler heute pro Kilometer statt um 20 gleich um 160 Punkte nach oben. Damit war Level 26 schnell erreicht und das bleibt bei mir bis Level 50 so, denn dort war ich bereits bisher. 🙂 Leider gibt es bis Level 50 nur „Soft-Upgrades“ (Klamotten etc.). Neue Räder bzw. Laufräder sollen erst in einem künftigen „Zwift-Store“ verfügbar sein, aber wenigstens nicht gegen Geld sondern für erstrampelte XPs.


Update 04.12.2018: Neue S-Works Schuhe in weiss gibt es in Level 27.

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Update 06.12.2018: Level 28 bringt „Polka Dots Socks“ ein. Vielleicht ganz nett für die Kita, aber nix für Radsportler. Dafür wird man in Level 29 mit einem weißen S-Works Helm belohnt.

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Update 08.12.2018: So sieht das Level 30 Kit aus. Enttäuschend unauffällig, nur mit einem kleinen 30er-Logo auf dem rechten Ärmel.

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Update 09.12.2018: Level 31 = Oakley Retro Brille

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Update 10.12.2018: Die „Newsy“ (Paperboy) Narrenkappe für Level 32 werde ich mir garantiert nicht aufziehen. Es sei denn man kann mal ein Lastenrad auf Zwift fahren. Dafür gab es dann in Level 33 ein paar „Fluoro“ Handschuhe in rot und blau. Ob die im Dunkeln leuchten?

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Update 12.12.2018: Gleich drei schicke Kits für ältere Herrschaften in Level 34

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Update 14.12.2018: Ab Level 35 darf man sich die gelben MAVIC Schuhe anziehen.

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Update 16.12.2018: In Level 36 gibt es 2 Paar hässliche „Calories to burn“ Stümpfe. Höchstens zum Schrottwichteln an Weihnachten geeignet. Dafür spart der ultrascharfe Bell Aerohelm aus Level 37 hoffentlich die entscheidenden Hundertstel-Sekunden bei den nächsten Einzelzeitfahren. 🙂

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Update 18.12.2018: Vintage Time! Häkel-Handschuhe und Leder-Handschuhe in Level 38 und Leder-Schuhe in Level 39 (selbst gefahren in meiner Jugend :-))

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Update 20.12.2018: Das Level 40 Kit ist hübscher als das von Level 30, aber auch nichts Besonderes

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Update 21.12.2018: Yeah, Rockstar Glasses in Level 41. Die hätte ich allerdings vor 30 Jahren besser gebrauchen können…

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Update 22.12.2018: Das La Z Claire Kit in Level 42 erinnert stark an das legendäre La Vie Claire Team-Trikot von Bernard Hinault und Greg Lemond 1986.

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Update 23.12.2018: Retro-Sturzring in Level 43. War zu meiner aktiven Zeit in den Achtzigern Pflicht bei Amateur-Rennen. Geschützt hat er eher weniger…

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Update 24.12.2018: Passend zur Jahreszeit (obwohl es im Allgäu heute geregnet hat) drei neue Alpine Slopes (Ski-Fahrer) Kits im Level 44. Wer’s mag…

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Update 29.12.2018: Noch ein Helm in Level 45. Diesmal der Giro Synthe in rot/weiß.

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Update 30.12.2018: Gleich drei neue Prism Kits füllen ab Level 46 den Kleiderschrank (und bleiben auch dort).

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Update 01.01.2019: Wer wollte nicht schon immer mal mit einer Schweißerbrille zwiften? Bitte sehr, Level 47 macht’s möglich.

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Update 02.01.2019: Blau-weiße Bontrager Schuhe machen ab Level 48 ’nen schlanken Fuß

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Update 04.01.2019: Zumindest optisch schneller macht einen der Giro Vanquish Aero Road Helm in Level 49.

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Update 05.01.2019: Ich bin durch. Kein Diskwheel, aber das Level 50 Kit.

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Dauertest CUBE CROSS RACE C:62 SLT 2018 – 489km

Der neue Crosser hat nun 8 Ausfahrten mit 489 km und 6.217 hm hinter sich. Gegenüber der Serienausstattung habe ich zunächst die Shimano Wireless Unit EW-W111 nachgerüstet.

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Das kleine Teil wird an beliebiger Stelle in die Di2-Verkabelung eingefügt (zusätzliches Shimano Kabel EW-SD50 erforderlich!) und ermöglicht das Auslesen der Ritzelstellung und das Ladezustands des Akkus über einen ANT+ fähigen Bike-Computer, wie Garmin oder Wahoo, sowie die Schaltungseinstellung via Bluetooth über die Shimano E-Tube-App. Das Teil ist mit einem Straßenpreis von ca. 70,- EUR (+ ca. 15,- EUR für das zusätzliche Kabel) nicht ganz billig, aber die Ritzelstellung im Bike-Computer-Display ist ein angenehmes Feature, welches das Herunterschauen zur Kassette am Hinterrad überflüssig macht und zusätzliche Sicherheit auf dem Trail mit sich bringt.

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Nach 376km und 4.460hm habe ich die Serienbereifung Schwalbe X-ONE Allround vorne (380g) und Schwalbe X-ONE Bite hinten (460g) nach Empfehlung von Wildrad-Chef Walter auf Maxxis Speed Terrane vorn und hinten (373g und 360g) und die tubolito-Schläuche (Turbo CX / Gravel 30-40mm, 60mm Ventile, 52g) umgerüstet und dabei überrascht festgestellt, dass vorne ein Schwalbe Extralight No. 20 Schlauch  (77g) für 18-25mm Reifenbreite verbaut war. Leicht, aber nicht zu dem 33mm breiten Mantel passend. Vielleicht war das die Ursache für den leichten Druckverlust, den ich bis dahin am Vorderrad hatte. Hinten war dagegen ein passender Schwalbe Extralight No. 18 Schlauch (112g) für 28-44mm Breite montiert. Die Umrüstung brachte damit einen Gewichtsvorteil von 30g vorne und 160g hinten mit sich. Soweit so gut, aber:

Am Abend mit 4 bar aufgeblasen (Maxxis Empfehlung: 3.4 – 5.1 bar) hatte der Vorderreifen am nächsten Tag nur noch ca. 1.5 bar intus, während der Hinterreifen die Luft gehalten hat. Wieder auf 4 bar aufgepumpt musste ich nach 1,5 Stunden Fahrzeit nachpumpen, weil der Reifen gefühlt wieder deutlich unter 2 bar hatte. Am Abend dann nochmal auf 4 bar aufgepumpt und das Ventil handfest zugedreht, nachdem in diversen Forenbeiträgen davon die Rede war, dass ein (zu) lockerer Ventilsitz Druckverlust beschert, aber am nächsten Morgen wieder das gleiche Spiel: vorne fast platt. Also den tubolito Schlauch vorne ausgebaut und tatsächlich: die einzige Undichtigkeit des Schlauchs im Wasserbad war das Ventil. Am Ende des orangen Plastikstulpens des Ventils tritt Luft aus. Ich könnte ja mit einem Nachpumpen vor jeder Fahrt leben, aber ein Nachpumpen jede Stunde geht gar nicht. Den tubolito vorne habe ich vorerst durch den ursprünglich am Hinterrad verbauten Schwalbe Extralight No. 20 Schlauch ersetzt. Der hält die Luft bis jetzt.

Ansonsten macht das Bike mit seinem geringen Gewicht und seiner Leichtfüßigkeit richtig Spaß im Gelände und läuft auch auf der Strasse fast so schnell wie ein Rennrad. Das 46/36 Kettenblatt gefällt in dem crosstypischen Geschwindigkeitsbereich von 20 – 40 km/h gut, ein Nachjustieren beim Kettenblattwechsel ist wegen der geringeren Zähnedifferenz viel seltener nötig als bei einem Rennrad mit Compact- oder Heldenkurbel. Die Maxxis Speed Terrane rollen auf trockenem Untergrund (alles andere versuche ich ohnehin zu vermeiden) bestens und selbst bergab, in Kurven und beim Bremsen auf losem Untergrund scheint der Reifen mehr Reserven zu bieten, als ich mich derzeit traue auszuloten.

Update 24.02.2019: Der schlaffe turbolito-Schlauch hat mir keine Ruhe gelassen und so habe ich mal den Ventileinsatz rausgeschraubt, das Gewinde mit UHU Alleskleber beträufelt und jetzt scheint das Teil besser zu dichten.

Dauertest CUBE CROSS RACE C:62 SLT 2018

Neues Bike im Dauertest: Passend zur Jahreszeit hat sich ein 2018er Cross-Bike CUBE CROSS RACE C:62 SLT eingefunden. Abgesehen von der Lackierung im Wesentlichen identisch mit dem 2019er Modell, insbesondere wurden die Laufräder nach dem Newmen-Rückruf durch die neuen R.38 Carbon Laufräder ersetzt. In der Rahmenhöhe 56 wiegt das Stollen-Geschoss in der Serien-Auslieferung mit 11-32 Ultegra Kassette ohne Pedale exakt 8.0kg, ein Top-Wert für ein Cross-Rad mit Scheibenbremsen und Di2-Schaltung. Bei den ersten beiden Ausfahrten macht sich das geringe Gewicht beim Beschleunigen und bergauf deutlich positiv bemerkbar. Gleichzeitig federt das Bike spürbar mehr als mein altes Alu-Cross-Rad. Die Standard-Cassette 11-28 hab ich bei meinem freundlichen Händler Wildrad in Wildpoldsried gegen eine 11-32 Kassette tauschen lassen, aber trotzdem ist die kleinste Übersetzung von 36-32 durchaus sportlich. Kurze Rampen kann man damit schon hochdrücken, längere Anstiege auf Schotter oder anderem nicht-asphaltiertem Untergrund erfordern aber eine solide Druckentfaltung im Oberschenkel. Letztendlich muss man seine Trainings-Strecken halt anpassen: Längere Steigungen mit 10 Prozent aufwärts auf unbefestigtem Untergrund sind nicht fahrbar, aber dafür rollt das Rad auch abseits befestigter Wege fast so schnell wie ein Rennrad. Insbesondere im Herbst/Frühjahr bei Kälte, Wind, nassem Laub, Split etc. das optimale Gefährt. 🙂

Wood Trails

Im Herbst steigen die Tourenfahrer des RSC AUTO BROSCH Kempten bei ihren wöchentlichen Samstagsausfahrten traditionell vom Rennrad auf das Mountainbike um, denn der Herbst ist die schönste Zeit zum Biken im Allgäu. „Wood Trails“ lautete das Motto für die Tour am 20.10.18. zu der sich trotz zunächst dichtem Frühnebel und einstelligen Temperaturen 11 RSCler aller Altersklassen eingefunden hatten. Und sie wurden nicht enttäuscht: Guide Walter packte auf der Tour über Durach, Oberzollhaus, Schwarzenberger Weiher, Oy-Mittelberg, Gerats, Riedis und Sulzberg den höchstmöglichen Singletrail-Anteil aus und nach gut einer Stunde Fahrzeit war auch die Sonne unser ständiger Begleiter. Fester Bestandteil der RSC-Samstagstouren ist eine zünftige Einkehr, diesmal im Cafestüberl in Holz (daher die Bezeichnung „Wood Trails“) oberhalb von Petersthal, zu der sich noch die „RSC-Rentner-Gang“ gesellte, pensionierte Radsportler mit WorldTour-Jahreskilometerleistungen unter Leitung des RSC-Präsidenten. Lustig war ’s und auch die Weiterfahrt verlief unerwartet sturzfrei. Bemerkenswert war das homogene Tempo in der Truppe: Alle hatten Spaß und niemand wurde überfordert. 🙂