9. Pfrontener MTB-Marathon

Zum 9. Mal fand heute der Pfrontener MTB-Marathon statt und ich war dabei. Nach dem Motto „Lieber länger und langsamer“ hatte ich mich für die Extrem-Strecke (70km, 2.600hm) angemeldet. Wetter war Top: trocken und warm. 🙂
Nach dem Start ging es erstmal die Nordauffahrt zum Breitenberg hoch. Im oberen Teil durfte ich wie alle anderen zweimal absteigen und schieben. Nach einer flotten Abfahrt raste ich im Achtal auf einem engen, unübersichtlichem und nicht gesperrten Strässchen hinter einem Verrückten her, der am Hahn drehte, als gäbe es in Steinach 20 Hektoliter Freibier. Auf seine Fahrweise angesprochen schmunzelte er später: „I bin a Pfrontner, I kenn mi da aus.“ Dann ging es den Edelsberg hinauf, wo der Wirt der Kappler Alp offensichtlich die Soundanlage von Rock am Ring ausgeliehen hatte und das ganze Tal mit Guns ’n Roses und Iron Maiden beschallte. Da war es ganz schon schwierig, nicht zu überpacen. Nach der Abfahrt ins Vilstal begann in der Auffahrt zum Himmelreich das Ein- und Überholen der Teilnehmer der Kurz- und Mitteldistanz. Manch einer derer hatte die Steigungen wohl etwas unterschätzt, denn trotz feinstem Carbon (gefühlt 2/3 nagelneue 29er Bikes) wurde geschoben und geschoben und geschoben…

Musik: Oleg Serkov – Complicated Boy

In der letzten Auffahrt von Süden auf den Breitenberg lief es dank der schonenden Fahrweise vorher immer noch ganz gut und so stand nur noch die lange Abfahrt nach Pfronten an. Und da lies bei einigen Teilnehmern entweder die Konzentration nach oder sie waren des groben Schotters fahrtechnisch nicht mächtig. Jedenfalls purzelten ca. ein Dutzend Fahrer(innen) links und rechts vor mir nur so vom Rad. Zum Glück standen alle gleich wieder auf. Ich kam nach 4:19h sturz- und pannenfrei als Gesamt 96. und AK 27. ins Ziel, wobei sich die Tubeless-Reifen sich wieder bewährten: Ein Durchschlag hinten hatte mangels Schlauch keinen Snake-Bite zur Folge: 🙂

Update: Hier gibts ein Video eines Teilnehmers der Mitteldistanz zu sehen.