5. MTB Bergsprint in Pinswang

Am 25.05.2017 war es wieder so weit: wie schon im letzten Jahr ist sich der dicke alte Mann nicht zu schade, an einem völlig aussichtslosen Uphill-Rennen teilzunehmen. Die Strecke ist unverändert, 350hm auf 4km von Pinswang hinauf zum Dreiländereck. Wieder am Start: die ganzen lokalen Bergspezialisten, junge, dürre Heringe mit 26-Zoll Starrbikes  unter 7kg. Zum Glück ist mehr als die Hälfte des überschaubaren Feldes auf „normalen“ MTBs unterwegs, so dass ich mit meinem 10-Kilo-Hardtail nicht ganz so sehr auffalle. Nach dem Start wieder dasselbe Bild: alle rasen los und der Alte braucht ewig, bis er in Schwung kommt.  Viele Plätze mache ich dann nicht mehr gut und nach 19:23min hat das Leid ein Ende. Diesmal Platz 15, Altersklassen gibt es hier nicht. Gewonnen habe ich trotzdem etwas, denn bei der Tombola nach der Siegerehrung wurde wohl jede Startnummer gezogen. Eine schöne, kleine Veranstaltung, die mehr Teilnehmer verdient hat.

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Christi Himmelfahrt, 05.05.2016, 13.55 Uhr: Ich stehe am Gemeindeamt in Pinswang/Tirol und warte auf den Startschuss zum 4. Pinswanger Mountainbike Bergsprint auf’s Dreiländereck. Keine Ahnung warum es Dreiländereck heißt, denn das Ziel befindet sich (nur) an der Grenze zwischen Deutschland und Österreich. 350hm auf gut 4km gilt es zu bewältigen, viel zu kurz und zu steil für einen dicken, alten Mann. Noch dazu gibt es keine Altersklassen, sondern nur zwei Wertungen: Damen und Herren. Vorne haben sich die jungen Lokals und Bergspezialisten mit ihren 8kg Starrgabel-MTBs eingereiht. Was mach ich hier? Einige ältere Semester sind zwar auch am Start, aber eigentlich kann ich mich nur blamieren. Trotzdem bin ich hier. Um mich ein bisschen zu schinden und um die Veranstalter, den SV Pinswang, zu unterstützen. Damit es auch weiterhin Leute gibt, die ehrenamtlich unzählige Stunden ihrer Freizeit für den Radsport opfern und Rennen veranstalten.

Es geht los, kurz neutralisiert auf Teer, dann bricht die Meute vor mir in den Anstieg, als gäbe es Preisgeld. Da kann ich nicht mithalten, versuche den Puls auf 160 zu halten. Unmöglich, er steigt Schlag um Schlag. 170, 175: ich hab mich eingegroovt und hole einen nach dem anderen vor mir ein. 180: jetzt bloß nicht mehr, sonst fall ich vom Rad. Letzte Kehre, dann im Ziel, wo sich die ersten 18 schon mehr oder weniger entspannt an der Verpflegung laben. 19:06min zeigt der Garmin an und einen Durchschnittspuls von 174bpm. Hat trotzdem Spaß gemacht. Gut, dass ich dabei war. 🙂
Gewonnen hat übrigens Lokalmatador Christian Haas (Team WNT Radhaus).

Und wenn bei Euch in der Nähe ein Rennen stattfindet: Geht hin und fahrt mit!